Das Ifo-Beschäftigungsbarometer ist im Juli 2025 leicht auf 94,0 Punkte gestiegen, nach 93,7 Punkten im Vormonat. Trotz dieses leichten Anstiegs bleibt der Beschäftigungstrend rückläufig. „Von einem Aufschwung am Arbeitsmarkt sind wir noch deutlich entfernt“, betont Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Unternehmen bleiben vorsichtig und bauen immer noch mehr Stellen ab, als dass sie neue schaffen.“
Ein Blick auf die Branchen zeigt ein uneinheitliches Bild: In der Industrie ist das Barometer nach einem deutlichen Rückgang im Vormonat leicht gestiegen, allerdings bleibt der Spielraum für Neueinstellungen auch hier begrenzt. Die Dienstleistungsbranche plant überwiegend mit einem stabilen Personalbestand. Während das Gastgewerbe weiterhin Personal abbaut, verzeichnet der IT-Sektor eine verstärkte Nachfrage nach neuen Fachkräften. Im Baugewerbe herrscht Zuversicht, es werden zusätzliche Arbeitskräfte gesucht. Dagegen gehen sowohl der Groß- als auch der Einzelhandel von einem rückläufigen Personalbedarf aus.
Die Entwicklung des Ifo-Beschäftigungsbarometers seit 2019 zeigt deutlich die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten. Nach einem starken Einbruch im Jahr 2020 erholte sich der Index zunächst deutlich, erreichte 2021 Spitzenwerte über 104 Punkten, bevor ab Mitte 2022 ein kontinuierlicher Abwärtstrend einsetzte. Der aktuelle Wert von 94,0 Punkten liegt weiterhin deutlich unter dem Basiswert von 100 (bezogen auf das Jahr 2015) und unterstreicht die anhaltende Zurückhaltung der Unternehmen bei Neueinstellungen.