Die Lederwaren-Verbundgruppe Assima hatte im Januar ihr Handelskonzept 2020 vorgestellt. Am 15. und 16. Februar fand jetzt die erste Messe statt, bei der die Mitglieder erstmalig nicht einfach nur Ware, sondern zukunftsorientierte Markenkonzepte orderten. Im Gegensatz zur früheren Produktpräsentation warteten ganze Themenwelten auf die Besucher. Dabei standen Inszenierung und Emotionalisierung im Vordergrund.
„Die von uns bespielten Themen werden unterstrichen durch einen Produktmix, der nicht nur Produkte und Marken aus dem Lederwarenbereich präsentiert, sondern branchenübergreifend ausgewählt und zusammengestellt wird“, erklärt Angelika Knobloch, Leitung Marketing und Einkauf Assima, den Ansatz. Die Entscheidung für die Themenwelten und entsprechende Produkte basiere auf internen Abverkaufsauswertungen, Trend- und Marktinformationen sowie Endverbraucheranforderungen. „Selbstverständlich stimmen wir uns auch mit den Markenherstellern ab und lassen deren Informationen ebenfalls einfließen in die Entwicklung der Themenwelten“, führt Knobloch aus.
Die von allen Mitgliedern, die sich zum Konzept 2020 bekannt haben, verbindlich zu ordernden Hauptthemen, waren in der Halle so inszeniert, wie sie nachher auch in den Schaufenstern und am POS zu sehen sein werden. Den Kunden sollen auf einer festen Eventfläche im Geschäft immer wieder spannende Themen präsentiert werden, so dass diese Flächen sich zu Magneten entwickeln. Die Aktion am POS wird begleitet von der entsprechenden Produkt-Präsentation, Events und Schaufensterinszenierungen sowie einer Darstellung auf den Social-Media-Kanälen. Der rote Faden, den der Kunde auf seiner Customer Journey erlebt, sei entscheidend für den Erfolg des neuen Konzeptes, führt Angelika Knobloch aus. „Vom ersten Produktkontakt, zum Beispiel beim Blättern im Weihnachtsprospekt, über das Schaufenster bis hin zum POS im Geschäft werden dieselben Emotionen transportiert, und die Aussage, die mit dem Prospekt getroffen wird, wird seitens des Kunden bis zum Kauf unverändert erlebt.“
Die Mitglieder bestätigten das neue Konzept mit einem hohen Ordervolumen, so die Assima. Das Ergebnis spiegle zudem nicht die negative Stimmung am Markt wider, sondern lasse positiv in die Zukunft blicken.