Zweimal hatte das Handelsunternehmen in den vergangenen Jahren Insolvenz angemeldet – im Jahr 2020 und im März 2024. Nun sind alle Geschäfte geschlossen und das Personal laut einem Medienbericht freigestellt.
Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ bestätigte Insolvenzverwalter Tobias Kämpf, dass der Geschäftsbetrieb der verbliebenen elf Standorte zum 1. Mai 2024 eingestellt wurde. Die Arbeitsverhältnisse der noch verbliebenen 87 Beschäftigten müssten gekündigt werden. „Zum Zeitpunkt der Anordnung der vorläufigen Insolvenzverwaltung war es bereits in erheblichen Maße zu Liquiditätsabfluss durch Zwangsvollstreckungen gekommen“, zitiert die Wirtschaftswoche aus einer Mitteilung des Insolvenzverwalters. „Löhne und Mieten konnten ebenfalls seit Januar 2024 nicht mehr vollständig gezahlt werden.“ In dieser Situation war es offenbar unmöglich, Waren für die kommenden Monate einzukaufen. Gespräche über die Gewährung von Massekrediten seien gescheitert.
Zuletzt hatte es Hoffnung gegeben, im Rahmen des zweiten Insolvenzverfahrens einen Investor für das angeschlagene Unternehmen zu finden. Bemühungen in diese Richtung waren aber offensichtlich nicht erfolgreich.
Mitte 2020 waren Betrieb und Warenbestand des Outdoor-Händlers an den Münchner Finanzinvestor GA Europe und die Unternehmensberatung CM Solutions verkauft worden. Die neuen Eigentümer gründeten ein neues Unternehmen und führten zunächst 30 Filialen weiter.
Im vergangenen Jahr meldete McTrek ein Management-Buy-Out: Im Jahr 2022 war das Unternehmen verkauft und dann von CM Solutions zurückgekauft worden.