Die Mailänder Modewoche hält abseits der großen Shows und Messen immer wieder überraschende Locations bereit. In eines dieser versteckten Schmuckstücke hatte diesmal Casadei geladen. In der Via Durini 24 betrat man zunächst einen romantischen Innenhof-Garten mit japanisch anmutendem Glaspavillon und Koi-Karpfen-Teich, bevor man die stilvollen Galerie-Räume erreichte. Dort warteten bildhübsche Models und ausgewählte Stiletto-Sandalen aus der Kollektion für Frühjahr/Sommer 2023 des italienische Luxusschuh-Labels im Erdgeschoss den Gästen auf.
Der eigentliche Clou erwartete die Besucher allerdings im Keller – einem der angeblich am tiefsten hinabreichenden in ganz Mailand. Dort empfingen Cesare Casadei und seine Tochter Arianna die Handelspartner, Influencer und Journalisten inmitten einer futuristischen Installation inklusive VR-Brille: Casadei 3.0. Mit dem Einzug in das virtuelle „Decentraland“ hat die 1958 gegründete Luxusmarke aus der Emilia-Romagna einen digitalen Turbo eingelegt. Anlass ist der zehnte Geburtstag des Blade-Heels, der zu den Topsellern des Unternehmens gehört und aus gegebenem Anlass erst Anfang des Jahres von Ellen von Unwerth fotografisch in Szene gesetzt worden war. Nun gibt es den Blade-Stiletto auch als Teil einer NFT-Kulisse, die aus vier virtuellen Räumen besteht, durch die der Betrachter von einem sexy Avatar begleitet wird.
Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit der für ihr „Shoesfolio“ bekannten Web3-Plattform Another-1 und Schuhdesigner Ricardo Cook entstanden. Unterstützung kam außerdem von der CGI-Künstlerin Alessandra Vuillermin (@Hardmetacore) und dem italienischen 3D-Spezialisten Customix sowie Design Accelerator. Die Gesamtleitung hatte Arianna Casadei inne.