Auch Dirk Pfeffer, Mitgründer der Marke Blusun, bestätigt, dass sich die Wahrnehmung im Laufe der Zeit gewandelt hat: „Die Nachfrage steigt, und zwar spürbar. Barfußschuhe sind längst nicht mehr nur ‚Sommer, Sonne, Zehenfreiheit‘, sondern werden immer stärker als Ganzjahresbegleiter gefragt. Viele Menschen wollen das natürliche Laufgefühl nicht im Oktober an der Garderobe abgeben. Und wenn ein Barfußschuh im Winter nicht nur gut aussieht, sondern auch warm und sicher funktioniert, wird er plötzlich zum Lieblingsschuh für jeden Tag.“ Im vierten Quartal 2025 konnte Blusun den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 66 % steigern. Vor allem das richtige Material sei wichtig, damit der Schuh wirklich wetterfest ist. „Wir setzen beim Obermaterial bewusst auf sehr hochwertige Materialien aus deutschen Gerbereien. Das sorgt nicht nur für eine hohe Anmutung, sondern hilft ganz praktisch: guter Wärmeschutz, zuverlässiger Regenschutz und insgesamt ein Qualitätsniveau, das man im Alltag merkt, gerade dann, wenn das Wetter keine gute Laune hat“, erklärt Pfeffer. Vivobarefoot-Gründer Galahad Clark betont, warum Barfußschuhe auch in der Kälte die richtige Wahl sind: „Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie. Im Winter geht es darum, mit dem Untergrund verbunden zu bleiben – nicht darum, sich von ihm abzuschotten. Immer mehr Menschen verstehen, dass Wärme durch Bewegung, Durchblutung und reaktionsfähige Füße entsteht – nicht durch dicke Sohlen.“ Die Winterschuhe sollen Wärme nicht durch extra Polsterung bieten, sondern dank wetterfester, langlebiger Materialien, auf Nässe und rutschige Untergründe abgestimmte Laufsohlen und herausnehmbare Einlegesohlen. „Begleitet wird das durch Storytelling, das mit der Vorstellung aufräumt, man brauche klobiges Schuhwerk, um gut durch den Winter zu kommen“, so Clark.