Damit erreichte der Schuhfachhandel in den ersten sechs Monaten nach BDSE-Berechnungen ein Umsatzvolumen von rund 4,4 Mrd. Euro. Die Umsätze des auf Schuhe spezialisierten Online-Handels sind darin bereits enthalten. Der Verkauf von Schuhen dürfte sich in den anderen Betriebsformen des Einzelhandels ähnlich entwickelt haben wie im Schuhfachhandel. Unter dieser Annahme erreichte der gesamte Einzelhandelsumsatz mit Schuhen im ersten Halbjahr 6,4 Mrd. Euro. Dieser Wert schließt die Umsätze mit Schuhen in den Warenhäusern, Modehäusern, Verbrauchermärkten usw. mit ein.
Gründe sind vielfältig
Die Gründe für den Umsatzrückgang sind laut BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski vielfältig. Ein wichtiger Grund sei neben den schwierigen Witterungsbedingungen der anhaltende Frequenzrückgang in den deutschen Innenstädten. Auch die große Modevielfalt habe sich eher negativ ausgewirkt. „Die Verbraucher waren zum Teil verunsichert und haben die Trends nicht in dem erhofften Rahmen mitgemacht“, so Brigitte Wischnewski auf der GDS in Düsseldorf.
Zurückhaltende Order erwartet
Mit Blick auf die Order für Frühjahr/Sommer 2017 rechnet die Verbandspräsidentin mit einem zurückhaltenden Vorgehen. Die Abverkäufe liegen noch fünf bis sechs Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Das ist enorm. Viele Händler werden daher vorsichtiger ordern und eventuell Limit zurückhalten, um im Laufe der Saison zu reagieren.“