Der Lederwarenanbieter aus Obertshausen habe in der Corona-Pandemie zwar Federn gelassen, teilte Geschäftsführer Michael Beheim in einer Videobotschaft am 16. August mit. Doch insgesamt sei das Unternehmen gut durch die Krise gekommen. Man habe Abläufe optimiert und viel in die Digitalisierung und Logistik investiert. Ende des Jahres gehe dann auch die neue Warenwirtschaft als „größter Schritt“ live, so Beheim weiter.
In den letzten beiden Saisons habe Beheim beim Umsatz aufholen können, so dass sich der Taschenanbieter jetzt wieder auf dem „guten Vorkrisenniveau“ von 2019 bewege. „Ein ganz kleines bisschen fehlt noch. Aber da sind wir guter Dinge, dass wir das in Kürze reinholen.“
Die Situation auf den Beschaffungsmärkten bezeichnete Michael Beheim als „schiere Katastrophe“. Das betreffe nicht nur die Preise, sondern auch die Zeiten. Im Endeffekt werde es immer schwieriger, Geld zu verdienen.
Für F/S 2023 zeigen sich die Lizenzkollektionen Camel Active Bags, Gabor Bags, Tom Tailor Bags und Tom Tailor Denim Bags „sehr farbenfroh“, so Beheim weiter. Die Preislagen habe man versucht so zu optimieren, „dass wir ein perfektes Preis-Leistungsverhältnis bieten“.
Michael Beheim ist überzeugt, dass der Taschenanbieter „deutlich schlagkräftiger“ als vor Corona dastehe. Im Export habe man weitere Länder gewinnen können, in der DACH-Region mit zwei neuen Key Account-Managern Lücken gefüllt. Aktuell suche man zudem weitere Mitarbeiter. Dabei erhofft sich Michael Beheim nicht zuletzt durch die Auszeichnung als „Top Company 2022“ bei der Bewertungsplattform Kununu Rückenwind.