“Wir können nicht in den Tenor des Leiden einstimmen”, kommentierte Michael Beheim die Entwicklung. Kein Wunder: In den letzten fünf Jahren konnte die Beheim-Gruppe mit ihren Marken Camel Active Bags, Gabor Bags, Tom Tailor Bags und Tom Tailor Denim Bags ihren Umsatz um 50 Prozent erhöhen.
Für die Entwicklung zeichneten vor allem die Marken Tom Tailor und Tom Tailor Denim Bags verantwortlich, die rund die Hälfte zum Gesamtumsatz beitragen. “Das ist unser Hauptsegel im Wind.” Typischerweise testeten große Textilfilialisten die Marken in einigen Filialen an und weiteten die Order dann auf die Sortimente an weiteren Standorten aus. Die Zusammenarbeit erfolgt dann über EDI. Auch die Präsenz auf der Modemesse Panorama beflügelt das Geschäft. Textileinkäufer erlebten immer wieder einen “Aha-Effekt”, berichtete Beheim. “Viele Händler sind überrascht, dass es Tom Tailor Taschen gibt.”
In Bezug auf Gabor Bags bedauert Michael Beheim, dass es keine gemeinsame Präsenz mehr mit den Schuh-Kollegen auf der GDS gibt. Stattdessen würden die Kunden jetzt in den sechs regionalen Showrooms betreut oder anlässlich von Orderterminen am Gabor-Sitz in Rosenheim. Die Lederkollektion wurde im Übrigen ersatzlos gestrichen. Die Händler schätzen Beheim als Partner für Taschen aus hochwertigen Synthetikmaterialien, lautet die Erkenntnis.
Wie allen anderen Marken habe auch Camel Active Bags das vergangene Jahr positiv abgeschlossen. Michael Beheim beziffert das Plus auf 5 Prozent. Vor allem auch die textile Muttermarke werde derzeit gut besprochen – ein wichtiger Impuls.
Für das laufende Jahr hofft der daher Taschenspezialist daher auf weiteren Rückenwind. Beheim: “Wir sind verhalten optimistisch.”