Die Behörde United States Equal Employment Opportunity Commission (EEOC), die Bundesbehörde zum Schutz der Bürgerrechte von Arbeitnehmern, gab bekannt, gegen den Sportartikelhersteller Nike zu ermitteln. Unter anderem durch die DEI-Programme („Diversity, Equity, Inclusion) würde der Sportartikelhersteller angeblich weiße Arbeitnehmer diskriminieren.
Das EEOC hat vor einem Bundesgericht Klage gegen Nike eingereicht, um das Unternehmen zur Herausgabe von Informationen im Zusammenhang mit Vorwürfen zu zwingen, wonach Nike weiße Arbeitnehmer diskriminiert habe, unter anderem aufgrund der Unternehmensziele für 2025 in Bezug auf DEI und anderer DEI-bezogener Ziele. „Wenn es überzeugende Hinweise gibt, einschließlich Unternehmensbekenntnissen in umfangreichen öffentlichen Materialien, dass die Programme eines Arbeitgebers in Bezug auf Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion gegen bundesstaatliche Verbote der Rassendiskriminierung oder andere Formen der unrechtmäßigen Diskriminierung verstoßen könnten, wird die EEOC alle notwendigen Schritte unternehmen – einschließlich der Vollstreckung von Vorladungen –, um die Möglichkeit einer vollständigen und umfassenden Untersuchung sicherzustellen“, sagte Andrea Lucas, Vorsitzende der EEOC.
In einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press erklärte Nike, dass das Unternehmen mit der EEOC zusammengearbeitet habe und die Vorladung als „eine überraschende und ungewöhnliche Eskalation“ empfinde. „Wir haben Tausende von Seiten mit Informationen und detaillierten schriftlichen Antworten auf die Anfrage der EEOC vorgelegt und sind dabei, weitere Informationen bereitzustellen“, ließ sich Nike zitieren.
Die EEOC wurde im Auftrag des Civil Rights Act 1964 gegründet, um Bürgerrechte gegen die Diskriminierung am Arbeitsplatz zu schützen. US-Präsident Donald Trump hat mit Andrea R. Lucas eine neue Vorsitzende eingesetzt, die als Gegnerin von DEI-Initiativen aufgetreten ist. Seitdem ermittelte die Behörde in diversen Fällen gegen Unternehmen und ihre DEI-Programme, da diese eine Form der Ungleichbehandlung darstellen würden.