Am 3. April eröffnete in der Nähe des Ku’Damms mit Bikini Berlin die erste Concept Mall der Stadt. Seitdem ist einiges passiert. 12 Neueröffnungen, darunter die Schuhgeschäfte Riccardo Cartillone und Bagatt sowie die Labels Mykita, Ganni und Kusmi Tea, fanden statt und die ersten Verbesserungen konnten umgesetzt werden. "Wir erleben die Mall jetzt erstmals im wahren Leben. Man kann nicht alles vorbestimmen. Beispielsweise bessern wir gerade die Signage nach, um die Kunden noch besser durch die Mall zu leiten", sagt Kai-Uwe Ludwig, Geschäftsführer der Bayerische Hausbau Gmbh & Co KG und Verantwortlicher für Bikini Berlin, im exklusiven schuhkurier-Interview.
Rund 90% der Fläche sind vermietet, über die leeren Ladenlokale macht sich Ludwig aber keine Sorgen: "Wir können und müssen uns die Zeit nehmen, das kuratierte und selektive Angebot konsequent zu Ende zu treiben und ganz bewusst und nicht überhastet agieren. Da bin ich extrem zuversichtlich", sagt Ludwig.
Die aktuelle Situation gebe Bikini Berlin die Chance, das Konzept immer wieder zu verändern, zum Beispiel mit Pop-up Stores in der ersten Etage oder Ausstellungen wie der aktuellen von Schiesser. "Immer mehr Touristen schauen im Bikini vorbei, wenn sie einen Berlin Trip machen, selbst wenn sie nur in den Zoo reinschauen oder einmal durchlaufen, weil sie die Architektur gut finden oder darüber gelesen haben und dann doch schoppen. Im Moment ist uns wichtig, dass Frequenz da ist und über das Gebäude geredet wird", sagt Ludwig. "Hohe Aufenthaltsqualität, Gastronomie und ein sich immer wieder veränderndes Konzept bestimmen den Handel der Zukunft. Wir sehen uns nicht als Vorreiter, aber glauben das ist der Schritt in die richtige Richtung." Bikini Berlin sei nicht die klassische Einheits-Mall. Man müsse sich erst einmal umsehen und alles in Ruhe entdecken, so Ludwig: "Man braucht Zeit für Bikini Berlin!"
Das ausführliche Interview mit Kai-Uwe Ludwig über die Herausforderungen moderner Shopping Malls und den Wandel des Konsumverhaltens lesen Sie in der schuhkurier Ausgabe 25.