Vorbehaltlich der Zustimmung der gewählten Kandidaten spiegele die Zusammensetzung des 15-köpfigen Gremiums mit einer ausgewogenen Mischung aus deutschen und polnischen sowie weiblichen und männlichen Arbeitnehmern die Beschäftigtenstruktur des Werks wider, teilt Birkenstock mit. Die Wahlbeteiligung sei mit 70,8% erwartungsgemäß sehr hoch gewesen. In einem nächsten Schritt soll das Gremium zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammenkommen. Auf der Tagesordnung steht dann u. a. die Wahl der bzw. des Vorsitzenden aus dem Kreis der Betriebsratsmitglieder.
Werksleiter Hilmar Knoll zieht eine positive Bilanz der Wahl: „Die Vorbereitungen verliefen vollkommen unaufgeregt und reibungslos in einem guten Miteinander von Wahlvorstand und Werksleitung. Ich bin zuversichtlich, dass wir nun auch nach der Wahl schnell zu einer konstruktiven Zusammenarbeit finden. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, die sich zur Wahl gestellt und ihre Stimme abgegeben haben.“ Knoll weiter: „Besonders beeindruckt hat mich der leidenschaftlich geführte, aber dabei stets sachliche, faire und disziplinierte Wahlkampf der Kandidaten.“
Zum Hintergrund: Im vergangenen Jahr war die vorgelagerte Wahl des Wahlvorstands in den ersten beiden Anläufen gescheitert, weil keine ausreichende Zahl an Kandidaten die erforderliche Stimmenzahl erhielt. Daraufhin hatte die IG Metall im Oktober 2018 beantragt, das fünfköpfige Wahlgremium im Wege eines Beschlussverfahrens ohne weitere Abstimmung der Beschäftigten gerichtlich einsetzen zu lassen. Auf Initiative der Birkenstock-Geschäftsleitung hatten sich die beiden Wahlinitiativen, die zur Wahl eines Betriebsrates aufriefen, auf einen dritten Wahlgang verständigt, dessen positiver Ausgang den Weg für die eigentliche Betriebsratswahl freimachte.
In den Werken St. Katharinen, Uerzell, Vettelschoß und Bernstadt sind Betriebsräte schon seit längerem Teil der betrieblichen Realität bei Birkenstock.