Das Wachstum im zweiten Quartal sei auf eine weiterhin starke Verbrauchernachfrage nach Birkenstock-Produkten in allen Segmenten, Kanälen und Kategorien zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit. Statt der bisherigen Prognose von 17 bis 18% geht der Schuhhersteller nun von einem Umsatzzuwachs von 20% aus und erwartet eine bereinigte EBITDA-Marge im Bereich von 30 bis 30,5%. Man sei weiterhin zuversichtlich, die mittel- bis langfristigen Rentabilitätsziele zu erreichen, darunter eine Bruttogewinnmarge von etwa 60% und eine bereinigte EBITDA-Marge von über 30%.
Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal beliefen sich auf 481 Mio. Euro (währungsbereinigt +23%) einschließlich eines Umsatzwachstums von 21% in Nord- und Südamerika, 21% in Europa und 42% in APMA (Asia Pacific, Middle East, Africa) auf Basis konstanter Wechselkurse. Als Treiber des Erfolgs erwies sich D2C mit einem Umsatzwachstum von 32%. Der B2B-Umsatz stieg um 20%.
Die Bruttogewinnmarge sank auf 56,3%, was einem Rückgang um 320 Basispunkte von 59,5% entspricht. Dies sei in erster Linie auf die Ausweitung der Produktionskapazitäten sowie auf geplante inflationsbedingte Lohnanpassungen und einmalige Boni für die Mitarbeiter in den Produktionsstätten des Unternehmens zurückzuführen.
Der Nettogewinn betrug im zweiten Quartal 72 Mio. Euro, ein Anstieg um 45% gegenüber dem Vorjahr (49 Mio. Euro). Das Unternehmen meldet ein bereinigtes EBITDA von 162 Mio. Euro (+7%).
Oliver Reichert, CEO der Birkenstock-Gruppe und Mitglied des Verwaltungsrats des Unternehmens, sagt: „Unsere Ergebnisse für das zweite Quartal 2024 zeigen einmal mehr die Stärke unseres Geschäftsmodells und die wachsende Nachfrage nach unseren Produkten. Angesichts unseres ausgeklügelten Vertriebsmodells übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot in allen Segmenten, Kanälen und Kategorien. Wir sehen ein starkes Nachfragewachstum in den weitgehend unerschlossenen Bereichen, die wir über alle Regionen, Kanäle, Kategorien und Verwendungszwecke hinweg identifiziert haben. Gleichzeitig verzeichnen wir weiterhin ein sehr starkes Wachstum in unseren etablierten Märkten und Produkten. Der Umsatz mit unseren fünf Kernsilhouetten wuchs um mehr als 20% und entsprach damit unserem Gesamtwachstum – ein Beweis für unsere begrenzte Abhängigkeit von Modezyklen und die Langlebigkeit der Relevanz unserer Marke.“
In Europa verzeichnet Birkenstock laut eigenen Angaben weiterhin ein „marktführendes Wachstum“ und Marktanteilsgewinne in der gesamten Region. Europa wuchs währungsbereinigt um 21%, angetrieben von einer starken Nachfrage sowohl im DTC- als auch im B2B-Kanal. Die Abverkaufsraten bei den wichtigsten Handelspartnern stiegen nach Unternehmensangaben im Durchschnitt um 24%, bei einigen sogar um mehr als 50%. Diese Stärke stehe in direktem Zusammenhang mit den Transformationsbemühungen des Unternehmens in der Region. Diese umfassten einen disziplinierten Vertrieb, der mehr Produkte im oberen Preissegment fördern soll.