Der US-amerikanische Sender CNBC hatte über die Maßnahme des deutschen Schuhherstellers berichtet. „Der Amazon Marktplatz, der als ’offener Markt‘ operiert, schafft eine Umgebung, in der wir inakzeptable Geschäftspraktiken, die unsere Marke gefährden, beobachten“, zitiert der Sender David Kahan, CEO von Birkenstock USA.
Laut Birkenstock werden zahlreiche Produkte der Marke über Amazon ohne Autorisierung durch den Schuhhersteller verkauft. Außerdem werde eine erhebliche Menge an Plagiaten über die Plattform angeboten. Es sei unmöglich geworden, diese Aktivitäten intern und in Partnerschaft mit Amazon zu überwachen, so Kahan weiter.
Birkenstock-Sprecher Jochen Gutzy bestätigt auf Anfrage von schuhkurier den Bericht von CNBC. Der nun vollzogene Schritt sei Teil einer groß angelegten Aktion, mit der der Hersteller seine Marke und seine Produkte weltweit schützen will. Dabei seien die beobachteten Geschäftspraktiken bei Amazon „die Spitze des Eisbergs“, so Gutzy. Insbesondere im Bereich Produktpiraterie sei man hoch sensibilisiert, so der Birkenstock-Sprecher. Speziell im Falle der Korkfußbett-Sandalen sieht Gutzy die Problematik als besonders brisant an. "Für unsere Produkte müssen, anders als bei anderen Schuhtypen, die Strukturen für den Missbrauch in Form von Produktionsanlagen und Fertigungstechniken überhaupt erst geschaffen werden.“ Produktpiraterie sei „ohnehin kein Kavaliersdelikt“, denn sie schade dem Handel und auch dem Verbraucher. Zudem sei sie Teil der organisierten Kriminalität.