Birkenstock hat die Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 (Ende: 31.03.2026) veröffentlicht. Das Unternehmen verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von 618 Mio. Euro. Das entspricht einem Umsatzwachstum von 8 % auf berichteter Basis und 14 % bei konstanten Wechselkursen zum Vorjahresquartal, was im Rahmen der Unternehmensprognose von 13 bis 15 % bei konstanten Wechselkursen liegt. Es gab in allen Regionen ein zweistelliges Umsatzwachstum auf vergleichbarer Währungsbasis: 4 % in Amerika auf berichteter Basis (14 % auf vergleichbarer Währungsbasis), 10 % in EMEA auf berichteter Basis (11 % auf vergleichbarer Währungsbasis) und 22 % in APAC auf berichteter Basis (30 % auf vergleichbarer Währungsbasis). Im B2B-Segment lag das Wachstum bei 9 % (15 % bei konstanten Wechselkursen), im D2C-Bereich von 4 % (12 % bei konstanten Wechselkursen).
Die Bruttogewinnmarge ging jedoch zurück. Sie lag im zweiten Quartal des Geschäftsjahres bei 53,9 % und damit um 380 Basispunkte niedriger als im Vorjahreszeitraum. Birkenstock führt diesen Rückgang auf ungünstige Währungsumrechnungen (230 Basispunkte), zusätzliche US-Zölle (90 Basispunkte) und den Vertriebskanalmix (30 Basispunkte) zurück. Dies sei teilweise durch Verkaufspreisanpassungen (inflationsbereinigt) und eine verbesserte Kapazitätsauslastung ausgeglichen worden. Der Rückgang ist zudem auf einen Einfluss von 70 Basispunkten durch den Aufschlag auf die Umsatzkosten im Zusammenhang mit der Übernahme des langjährigen Vertriebspartners Birkenstock Australia Pty. Ltd. zurückzuführen, die am 23. Oktober 2025 abgeschlossen wurde. Die bereinigte Bruttogewinnmarge betrug 54,6 % und lag damit um 310 Basispunkte niedriger als die 57,7 % des Vorjahreszeitraums.
Der Nettogewinn von 82 Mio. Euro entspricht einem Rückgang um 22 % zum Vorjahreszeitraum, der Gewinn je Aktie von 0,45 Euro einem Rückgang um 20 % gegenüber dem Vorjahreswert (0,56 Euro). Der bereinigte Nettogewinn von 93 Mio. Euro entspricht einem Rückgang um 10 %, der bereinigte Gewinn je Aktie einem Rückgang um 9 %. Das bereinigte EBITDA lag bei 198 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang von 1 %. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 32,1 % und damit um 270 Basispunkte niedriger als im Vorjahreszeitraum (34,8 %). Oliver Reichert, CEO von Birkenstock und Mitglied des Vorstands des Unternehmens, erklärt: „Unser Geschäft hat sich im zweiten Quartal als sehr widerstandsfähig erwiesen. Trotz der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten, des anhaltenden Inflationsdrucks, der für uns ungünstig verlaufenden US-Zollpolitik und anhaltender Währungsbelastungen erzielten wir ein Umsatzwachstum von über 14 % auf vergleichbarer Währungsbasis. Diese Entwicklung lag deutlich im Rahmen unseres kurz- und langfristigen Ziels von 13 bis 15 %. In einem insgesamt schwierigen Umfeld sehen wir weiterhin große Chancen. Unser APAC-Markt wächst doppelt so schnell wie die anderen Segmente, wir beschleunigen die Eröffnung eigener Einzelhandelsgeschäfte und unser Anteil im Bereich der geschlossenen Schuhe wächst weiter. Wir haben bewiesen, dass wir externen Gegenwinden und schwierigen Marktbedingungen standhalten und gleichzeitig weiterhin ein starkes, profitables Wachstum erzielen können.“
Birkenstock bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Umsatzwachstum soll bei 13 bis 15 % bei konstanten Wechselkursen liegen, die bereinigte EBITDA-Marge zwischen 30,0 % und 30,5 %, der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 1,90 Euro und 2,05 Euro.