Wenn Ende November die Rabattschlacht rund um den Black Friday beginnt, steuern Millionen Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland gezielt auf Sonderangebote zu. 52 % der Internetnutzerinnen und -nutzer planen, die Aktionswoche für Einkäufe zu nutzen – die meisten davon ausschließlich online. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie wollen 69 % ausschließlich digital auf Schnäppchenjagd gehen, lediglich vier Prozent kaufen nur stationär ein.
Besonders gefragt: Mode und Accessoires. 68 % der Online-Shopper haben entsprechende Produkte in den vergangenen zwölf Monaten digital bestellt – damit bleibt die Kategorie unangefochtener Spitzenreiter vor Büchern, Beauty-Produkten und Elektronik. Auch Gutscheine, Möbel oder Spielwaren landen häufig im Warenkorb. Im Schnitt planen Konsumentinnen und Konsumenten 312 % für ihre Einkäufe ein – das sind rund 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Männer geben mit durchschnittlich 363 Euro mehr aus als Frauen (251 Euro).
„An Black Friday und der anschließenden Cyber Week kommt kaum mehr ein Händler vorbei“, sagt Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbands Bitkom.
Der Einkauf erfolgt dabei vor allem mobil: 73 % der Befragten shoppen per Smartphone. Die Nutzung von Plattformen dominiert dabei den Online-Handel – 92 % kaufen regelmäßig über große Marktplätze wie Amazon oder Zalando ein. 36 % bestellen häufig direkt in den Online-Shops von Herstellern.
Zunehmend wichtig für die Kaufentscheidung: Zahlungsarten (54 %), Versandoptionen (53 %) und Vertrauen in den Shop (51 %). Preis und Rabatte folgen erst auf Platz vier (47 %).
Auch Künstliche Intelligenz gewinnt an Relevanz im digitalen Einkaufsprozess. 21 % der Befragten können sich vorstellen, eine KI für sich einkaufen zu lassen. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 43 %. „Viele Menschen werden künftig mit Hilfe von KI-Assistenten einkaufen. Der Handel muss sich jetzt auf das KI-Zeitalter einstellen, sonst besteht die Gefahr, dass das eigene Angebot seltener gefunden wird“, warnt Rohleder.