Augustin bezifferte das Marktvolumen auf rund 2,5 Mrd. Euro über alle Vertriebswege vom Fachgeschäft über den Onlinehandel bis zu den Lebensmitteldiscountern.
Der spezialisierte Lederwarenfachhandel sei nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg und habe seinen Umsatz nach einem Pari in 2014 leicht um rund 2 Prozent gesteigert. “Im Fashionbereich sind wir damit Spitzenreiter”, so Augustin. Aber: Die meisten anderen Vertriebswege dürften 2015 stärker zugelegt haben. Vor allem Modehäuser hätten ihre Umsätze mit Taschen merklich erhöht. Speziell im Lederwarenfachhandel liefen Koffer daher besser als die modische Tasche. “Gepäck macht viel Spaß. Es ist auch nicht so abschriftenträchtig wie Mode.”
Als eine Herausforderung für die Lederwarenbrache hob Augustin die Digitalisierung hervor. “Beim Thema EDI müssen wir uns strecken. Es ist ein dickes Brett bei vielen kleineren Lederwarenhändlern und Importeuren.” Der Druck auf die Lieferanten, das Thema EDI in ihren Reihen voranzutreiben, werde aber steigen – vor allem auch von Seiten des Textilhandels, die EDI als Basis für eine Zusammenarbeit voraussetzten.