Der BLE schätzt, dass der Fachhandel per Ende August sein Umsatzniveau aus 2012 gehalten habe. Ein gutes Ergebnis, so Augustin. Allerdings wiesen die Geschäfte eine unterschiedliche Entwicklung auf. Zweistelligen Minuswerten stünden zweistellige Pluswerte gegenüber.
Durch den langen Winter sei die Einkaufslust im Frühjahr erst spät geweckt worden. Das Taschengeschäft sei allerdings zäh geblieben. Augustin führt dies auf den zunehmenden Wettbewerb in diesem Segment zurück. Neben dem Online-Handel hätten Modehäuser die Tasche als Sortimentsergänzung entdeckt.
Der Blick in die Statistik zeigt, dass die Branche innerhalb von zehn Jahren rund ein Drittel ihrer Unternehmen verloren hat. Vergleichbare Trends gebe es aber auch in anderen Handelsbranchen oder im Handwerk, so Augustin weiter. Vor allem kleinere Geschäfte hätten Schwierigkeiten, einen Nachfolger zu finden.
Die Lederwarenbranche insgesamt ist nicht unattraktiv, hob Augustin hervor. Laut Umsatzsteuerstatistik erhöhten sich die Umsätze des Fachhandels zwischen dem Jahr 2000 und 2011 um rund 20 Prozent auf 1,17 Mrd. Euro – im Gegensatz zur Mode. Die Konsequenz: “Weniger Unternehmen erzielen also heute deutlich höhere Umsätze.”Der BLE schätzt das Marktvolumen auf rund 2,3 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen.