Per Ende Juli 2018 schätzt der BLE, dass der Fachhandel den Umsatz von 2017 „knapp gehalten“ hat, sagte Axel Augustin auf der Pressekonferenz im Vorfeld der ILM Summer Styles vom 1. bis 3. September in Offenbach. Allerdings sei die Lage im stationären Lederwarenfachhandel teilweise sehr unterschiedlich. Vor allem bei Taschen steige der Konkurrenzdruck, da neben expansiven Online-Händlern der Modehandel mit ihnen seine Sortimente ergänze. „Die Tasche tut sich im Lederwarenhandel etwas schwerer“, so Augustin.
Weiter gut entwickelt habe sich im Lederwarenfachhandel das Reisegepäck. Vor allem Bord-Gepäck verkaufe sich sehr gut, so Augustin. Ebenso erfreulich sei der Blick auf den Casual-Bereich, in dem Rucksäcke verstärkt nachgefragt würden.
Lederwarenhandel sucht Alternativen
Nachdem der Kofferspezialist Rimowa seinen Vertrieb selektiver als in der Vergangenheit aufzieht, werde diese Einkaufsrunde für mehrere hundert Lederwarenspezialisten laut Augustin allerdings „eine besondere Bedeutung“ haben. „Viele Lederwarenhändler werden diese ILM nutzen, um passende Alternativen zu suchen.“ Auf der anderen Seite interessierten sie sich für attraktive Marken, die noch nicht zu breit distribuiert seien. Der Handelsexperte ist daher überzeugt: „Der Einkauf wird anspruchsvoller.“