Im Soho House Berlin stellte die BBB heute vor Pressevertretern, Ausstellern und Partnern das neue Konzept der Messe vor. Demnach wird die Veranstaltung Sommer 2014 fünf Tage dauern, vom 8. bis 12. Juli.
Der erste Messetag wird für die Presse offen sein, der zweite und dritte wird zum Professionals Day für Einkäufer, und am Freitag und Samstag soll die Messe für die Öffentlichkeit geöffnet werden.
Für Presse und Professionals bleibt die Plattform kostenlos, Endverbraucher zahlen 25 Euro. Des weiteren teilte Messechef Karl-Heinz Müller mit, dass die Standmiete für die 5 Tage von 380 auf 400 Euro pro qm steigen wird.
“Nicht der Mann ist verrückt. Der Markt ist verrückt”, konterte Karl-Heinz Müller auf ein Zitat aus einem Branchenfachmagazin über seinen Gemütszustand und erklärte seine Gründe für die Neuaufstellung der BBB: Es habe sich sehr viel verändert in den vergangenen zwei bis drei Jahren. Neben Marktteilnehmern wie den Vertikalen, Department Stores, Modehäusern, Concept Stores und unabhängigen Händlern habe E-Commerce und der Boom von Monolabel- und Flagshipstores die Branche und das Einkaufsverhalten verändert. “Sie alle wollen den Endverbraucher – er ist der wichtigste Kunde, der am Ende zahlt”, sagt Müller. Deshalb müsse dieser einbezogen werden, da er durch Internet und vor allem Social Media sehr informiert sei und für viele Impulse sorgen könne. “Deshalb reicht eine konventionelle Modemesse in Zukunft nicht aus”, sagt Müller. Ziel sei es, alle Marktteilnehmer anzusprechen. “Wichtig ist aber die fokussierte Ansprache der Zielgruppen”, so der Messechef. Diese will er durch den selektiven Einlass an den fünf Messetagen garantieren.
Durch die Eintrittspreise für Endverbraucher rechnet Müller mit Einnahmen von etwa 2 Mio Euro. “Wir brauchen das Geld, um alles schön zu gestalten”, sagt Müller, der für die Juli-Ausgabe Konzerte, Events und eventuell auch Catwalks plant.
Zu Reaktionen der Aussteller äußerte sich Müller nicht im Detail. Sie seien jedoch verpflichtet, am allen fünf Tagen auszustellen.
Die Brands können an den Publikumstagen entscheiden, ob sie den Konsumenten die aktuelle H/W Ware 2014/15 zeigen oder schon die neue F/S Kollektionen 2015. “Es wird aber nicht an den Endverbraucher verkauft”, stellte Müller klar.
Der BBB-Chef ist überzeugt, dass Marken sich gegenüber dem Endverbraucher mit dem neuen Messekonzept “sehr gut positionieren und darstellen können”. Dadurch komme dieser Appetit auf die Marke und neue Mode – und das diene letztlich auch dem Handel. Auch kleine Brands mit wenig Marketingbudget können somit auf der BBB direkt an den Konsumenten treten.
Müller kündigte auch einen Fokus auf nichttextile Kollektionen an: “Der Endverbraucher will zur Klamotte auch den passenden Schuh und Schal. Das wollen wir auch darstellen und diesen Bereich verstärkt im Auge behalten.”