Die Bread & Butter ist im Vergleich zu vorherigen Ausgaben ruhig gestartet. Der schleppende Modekonsum in ganz Europa und die erstmals erhobene Eintrittsgebühr in Höhe von 500 Euro für all jene Besucher, die weder Einkäufer, noch Aussteller sind, mögen sich hier bemerkbar machen. Von Seiten der Aussteller wurde die leicht geringere Frequenz jedoch nicht negativ bewertet. Conny Stöckl von Lacoste zeigte sich dagegen erfreut, mehr Zeit für ihre Kunden zu haben. “Es kommen weniger Leute auf den Stand, die mir etwas verkaufen wollen. Ich unterstütze die Maßnahme von Karl-Heinz Müller.” Auffällig: Die gigantischen Stände der großen Denim-Brands fehlen nahezu komplett, aufgewogen wird dies durch die Bestseller-Halle, in der das dänische Modeunternehmen mit über einem Dutzend Marken präsent ist.
Die Unsicherheit auf Seiten des Handels ist weiterhin groß, das wurde bereits auf dem ersten Tag der Bread & Butter deutlich. “Es stehen viele Fragen im Raum”, sagte ein Einkäufer gegenüber schuhkurier. “Was mache ich mit offener Ware? Noch weiter zurückfahren? Sneaker liefen gut, aber sollte ich hier die Order noch weiter erhöhen? Was passiert bei den Farben? Sind Sommerstiefel nur ein Hype?” Zwischen der Messe am Gardasee und der Modewoche in Berlin habe es nur wenige Erkenntnisse gegeben. Die kommenden Tage und Wochen müssen nun den Weg weisen.