Einzelhandelsweit ist dessen absolute Ausfallquote (nach Mahnungen etc.) in 2013 zwar leicht gestiegen auf 0,052% vom (nicht versicherten) Lastschriftumsatz (2012: 0,042%). In 2006 lag die Ausfallrate mit 0,101% aber immerhin noch doppelt so hoch. Zudem sind die vorläufigen Ausfälle (Rücklastschriften-Quote vor z.B. erneuter Einreichung) im letzten Jahr leicht auf 0,243% vom Lastschriftumsatz (2012: 0,263%) gesunken. Danach können etwa vier von fünf Rücklastschriften nach nochmaliger Einreichung, Mahnung, Inkasso etc. wieder eingebracht werden. Dies sie allerdings mit Zeit- und meist auch steigendem Kostenaufwand verbunden.
Laut EHI-Umfrage erhöhten sich die Bearbeitungskosten der Banken für die Rücklastschriften deutlich auf durchschnittlich 5,69 EUR (2012: 4,57 EUR). 53% zahlen Gebühren bis 3,75 EUR, 16% aber auch mehr als 7,50 EUR. Hinzu kommen ggf. noch Gebühren für die Herausgabe der Kundenanschrift von durchschnittlich 15 EUR, in der Spitze sogar von 80 EUR. Vor diesem Hintergrund sei es betriebswirtschaftlich verständlich, dass viele Umfrageteilnehmer ihre Lastschriftumsätze bei ihrem Zahlungsdienstleister gegen Ausfälle (und die damit verbundenen organisatorischen Arbeiten) versichern. Die Nutzer zahlen dafür – je nach Umsatzgröße – in der Regel zwischen 0,12 und 0,30% vom Lastschriftumsatz. Bei mittelständischen Unternehmen liegt der Median laut EHI-Erhebung bei 0,22%. Die Ausfallgebühr liegt damit also oft unterhalb der bislang noch üblichen 0,3-Prozent Autorisierungsgebühr des PIN-basierten girocard-Verfahrens (vormals electronic cash). Zudem birgt ELV kaum Risiken bezüglich eines technischen Systemausfalls, heißt es weiter. Es gibt allerdings auch noch zahlreiche mittelständische Fachhändler, die keinen Dienstleister einschalten und ELV selbstständig mit ihrer Bank abwickeln.
Die Barzahlung verliert leicht an Bedeutung
Im Textilfachhandel (inkl. Sport) hat 2013 die Barzahlung mit einem Anteil von 35,1% im Vergleich zum Vorjahr leicht an Bedeutung verloren (2012: 38,6%), bleibt allerdings unverändert die beliebteste Zahlungsart. Bei den unbaren Verfahren hat im Jahr 2013 girocard/electronic cash inkl. der anderen PIN-Verfahren (Maestro/V Pay) seinen Anteil auf 31,7% erneut steigern können (2012: 30,3%). Auf ELV entfielen 19,0% (2012: 18,4%) und auf die Kreditkarte 10,1% (2012: 9,1%). Deutlich anders ist die Verteilung bei den Textildiscountern, wo im letzten Jahr wegen der niedrigen Bons 67,8% (2012: 70,0%) bar abgewickelt wurde. Auf ELV entfielen hier 21,3% (2012: 20,1%), auf die PIN-Verfahren 8,2% (2012: 7,6%) und auf die Kreditkarte lediglich 1,9% (2012: 1,6%) des Umsatzes.