Hintergrund ist ein deutlicher Umsatzrückgang bei Converse. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der Umsatz der Marke um 30 % auf rund 300 Mio. US-Dollar. Damit erreichte Converse den niedrigsten Quartalsumsatz seit rund 15 Jahren. Der Rückgang betraf sämtliche Regionen.
Converse-CEO Aaron Cain informierte die Mitarbeitenden am 9. Februar in einem internen Schreiben über die geplanten Stellenstreichungen. Konkrete Angaben zur Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze wurden nicht gemacht. Nach Unternehmensangaben betreffen die Maßnahmen sowohl administrative als auch operative Bereiche.
Die Kürzungen sind Teil einer umfassenderen Effizienzoffensive innerhalb des Nike-Konzerns. Bereits Ende 2025 hatte Nike rund ein Prozent seiner weltweiten Belegschaft abgebaut und einzelne Vertriebszentren konsolidiert. Ziel der Maßnahmen ist es, die Kostenstruktur zu optimieren und die wirtschaftliche Entwicklung der Marken im Portfolio zu stabilisieren.
Während sich die Kernmarke Nike zuletzt stabiler entwickelte, bleibt Converse ein herausfordernder Bereich im Konzern. Die Marke steht für etwa 2,5 % des Gesamtumsatzes. Der deutliche Umsatzrückgang erhöht den Handlungsdruck im Rahmen der laufenden strategischen Neuausrichtung.
An den Kapitalmärkten wurde die Nachricht verhalten aufgenommen. Der Kursrückgang deutet darauf hin, dass Investoren die weitere Entwicklung im Konzern aufmerksam verfolgen, insbesondere mit Blick auf kommende Produktinitiativen und wichtige Sportereignisse wie die Fußball-Weltmeisterschaft 2026.