„Damit Ihr Einkaufserlebnis noch schöner wird, drehen wir etwas an den Schrauben und entschuldigen uns schon jetzt für Lieferverzögerungen, die im Rahmen Ihrer Bestellung auftreten können. Wir bitten um Ihr Verständnis!“ Das lesen Kundinnen und Kunden, die derzeit auf goertz.de Schuhe shoppen wollen.
Görtz-Inhaber Bolko Kissling erläutert auf schuhkurier-Anfrage, der Shop sei seit einer Woche offline und werde voraussichtlich erst in einer Woche bis zehn Tagen wieder online gehen. Grund sei eine Systemumstellung. „Wir hatten einen viel zu großen Shop, das war noch der Pandemie geschuldet“, so Kissling. „Wir arbeiten an einer technischen Verkleinerung und neuen Strukturen.“ Der neue Shop soll, was das Warenangebot betrifft, mit dem bisherigen vergleichbar sein. Lediglich einige Produkte, die online sehr schlecht performten, sollen aus dem Sortiment gestrichen werden.
Die hinter dem neuen Shop liegende Technik ist laut Kissling zum Teil in Eigenentwicklung entstanden und soll einfacher und kostengünstiger sein als die bisherige. Die aktuelle Sale-Phase biete sich für die Systemumstellung an.
Die neue technische Struktur des Onlineshops ist auch Basis des neuen Lounge-Konzepts, mit dem Görtz in Kürze an den Start gehen will. Laut Bolko Kissling sollen in etwa zwanzig bis dreißig Tagen erste Lounge-Shops an verschiedenen Standorten eröffnen. Geplant sind diese Konzepte unter anderem in Hamburg, Erfurt, Schwäbisch Hall sowie in Wien und im österreichischen Krems.
Das Lounge-Konzept bietet ein der regionalen Nachfrage angepasstes Sortiment sowie die Möglichkeit, über Screens im Geschäft weitere Varianten zu vergleichen und die Produkte dann online zu bestellen. Die Ware wird dann nach Hause geliefert oder kann im Laden abgeholt werden.
Zuletzt hatte Görtz auf dem Bewertungsportal Trustpilot mit viel Kritik zu kämpfen. Kundinnen und Kunden bemängelten einen schlechten Service, lange Wartezeiten bei bestellter Ware und ein unzureichendes Handling von Retouren. Gegenüber schuhkurier kündigt Bolko Kissling hier Verbesserungen an: „Es stimmt, dass wir hier Probleme hatten. Wir haben das Customer Service Deck neu aufgestellt und ein Ticket-System eingeführt, um den Kundinnen und Kunden schneller zu helfen.“