Die japanische Aktiengesellschaft Marubeni Corporation hat zu Jahresbeginn 2026 die britische Jacobson Group übernommen. Die wichtigste Marke im Portfolio der Jacobson Group ist der Sneakerfabrikant Gola. Weitere Schuhmarken sind Lotus, Ravel und Frank Wright, darüber hinaus hält Jacobson Lizenzrechte an Dunlop und Lonsdale. Für den Marubeni-Konzern ist die Übernahme Teil der Initiative, mit der Tochtergesellschaft Marubeni Consumer Platform U.S. (MCPU) eine Investment-Plattform für Lifestyle-Marken aufzubauen. Unterstützt wird die MCPU durch die R.G. Barry Corporation.
Auf schuhkurier-Nachfrage erklärt Gola, dass ein geordneter Verkauf der Jacobson Group bereits seit 2024 geplant worden sei. Die Gruppe sei als solventes und wachsendes Unternehmen verkauft worden. Inhaber Harvey Jacobson habe sich aufgrund seines fortgeschrittenen Alters entschlossen, sich aus dem Geschäftsbetrieb in den Ruhestand zurückzuziehen und mit dem Verkauf die Fortführung des Unternehmens zu gewährleisten. Auflage für den Verkauf sei daher gewesen, an der Markenphilosophie und dem und selektiven Vertrieb von Gola sowie den Unternehmenswerten wie dem Generationenversprechen an Kinder von Mitarbeitenden festzuhalten. Während viele andere Angebote aus diesen Gründen abgelehnt worden seien, habe die Marubeni Corporation die Inhaber davon überzeugt, viele ihrer Werte zu teilen.
Für die Jacobson Group und die Präsenz der Marke Gola in Deutschland ändere sich daher nichts, so das Unternehmen. Die Firmenzentrale bleibt in Manchester, alle Abteilungen und Mitarbeiter werden weiter beschäftigt. Der fachhandelsorientierte Vertrieb der Marke in Deutschland soll unverändert aus dem deutschen Vertriebsbüro in Berlin fortgeführt werden. Schließlich habe sich der deutsche Markt mit dieser Strategie zum wichtigsten Exportmarkt der Marke entwickelt. Gleichzeitig habe die Marubeni-Gruppe erweiterte Investitionen in das Marketing zugesagt.