Der Veranstalter verspricht für die 56. Ausgabe der Innatex eine Ausstellung von über 200 Marken und eine Reihe an neuen Formaten. Erstmals findet ein Impulsvortrag mit dem CDH Mitte (Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz e.V.) statt. Das Thema ist „Digitalisierung, die verkauft – Wie Textil- & Lifestyle-Brands neue Kundschaft heute wirklich erreichen“. Anhand eines digitalen Showrooms demonstriert Referentin Meltem Alca, wie emotionale Ansprache von Kundinnen und Kunden und moderne Vertriebspsychologie funktionieren. “Wer heute die Umsätze steigern will, muss so verkaufen, wie Menschen entscheiden – persönlich, intuitiv, digital”, sagt Meltem Alca. “Tools für Video, Voice und Neurosales ermöglichen eine beziehungsstarke Vertriebsstrategie. Diese neuen Konzepte erlauben emotionale Ansprachen, sind gehirngerecht und messbar.“ Ein weiteres neues Format ist die Expert-Session des Handelsverbands Hessen. Im Q&A-Format zum Thema „Sicherheit im Handel: Ladendiebstahl, Rechte, Prävention“ geben Manuel Hable, Head of Security & Fraud Prevention bei JC New Retail AG (Holding der Peek und Cloppenburg Gruppe), Ina Kasperski, Polizeihauptkommissarin beim Hessischen Landeskriminalamt und Stefan Siegel, Geschäftsführer der Rentario Sicherheitsmanagement GmbH praktische Orientierung für den Umgang mit einem Problem, das den stationären Handel immer mehr betrifft. Die Keynote „Zur Lage der nachhaltigen Mode: Was jetzt wichtig ist” analysiert, warum Nachhaltigkeit trotz Klimawandel aus dem Fokus gerät, während Fast Fashion floriert. Speakerin Nina Lorenzen von den Fashion Changers präsentiert die Hintergründe sowie Chancen, die sich auch und gerade für kleinere Unternehmen ergeben. Alexander Hitzel, Projektleiter der Innatex, sagt über die Situation der nachhaltigen Modebranche: „Wir teilen alle die Vision von einer nachhaltigeren, fairen Welt. Aber ohne den strategischen Blick auf die Umsätze, die Wirtschaftlichkeit und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung kommen Unternehmen nicht mehr weit. „Das mag offensichtlich sein, ist in der Umsetzung aber gar nicht mal so einfach. Von Digitalisierung über steigende Diebstahlraten bis hin zu gesellschaftlichen Trends – Veränderungen auf diversen Ebenen sind evident. Unternehmen tun gut daran, darauf zu
reagieren und langfristig zu handeln.“
Zum ersten Mal stellt die Newcomer-Plattform Design Discoveries auf der Innatex aus und gibt jungen Brands eine Chance. Mor Khadi Streetwear verbindet handgesponnenes Denim aus Indien mit lässigem Streetstyle. Die aktuelle Linie des Berliner Labels Zamt realisiert minimalistische Unisex-Schnitte mit Deadstock-Materialien. Sloppy Tunas bringt Boardshorts aus recycelten Materialien mit, und Moefe liefert office-taugliche DOB aus Biobaumwolle. Zu den Neuzugängen unter den Aussteller:innen gehören unter anderem Rotholz mit Casual Coolness für Frauen sowie Männer und Patron Socks mit Gutelaune-Patterns. Allgemein auffällig sei der wachsende Anteil an jungen Heritage-Brands.