Zertifizierungen
Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagementsysteme können durch das PFI zertifiziert werden. Auch in anderen Bereichen, z.B. Schutzausrüstung, laufen permanent Audits im Institut. „In diesem Bereich ist die Nachfrage groß und wir sind gut aufgestellt“, sagt Michael Tackenberg. Wer sich also als Hersteller oder Händler für eine Zertifizierung interessiert, kann beim PFI anfragen. „Wir kümmern uns darum, von A bis Z“, verspricht der Vorstandsvorsitzende.
Internationale Vernetzung
Neben dem Standort in Pirmasens unterhält das PFI auch eine Dependence in Hongkong und ist generell in Asien gut vernetzt. An verschiedenen Standorten in China gibt es Labore des PFI, um alle nötigen Prüfungen durchzuführen und nah bei den Kunden zu agieren. Das Team in Asien habe derzeit viel zu tun, weil die Nachfrage nach einer neutralen Instanz bei den Herstellern groß sei. Neben China hat das PFI unlängst seine Kontakte in Vietnam und Indien ausgebaut und Kooperationen mit örtlichen Instituten auf den Weg gebracht. Damit reagiere man auf die Tendenz in der Schuhbranche, neben China alternative Produktionsstandorte aufzubauen.
Technische Beiratssitzung
Regelmäßig treffen sich die Experten des PFI mit Vertretern von Schuhherstellern und Zulieferbetrieben, um sich über aktuelle Entwicklungen auszutauschen. In diesen technischen Beiratssitzungen stellen die Ingenieure des Prüf- und Forschungsinstituts ihre aktuellen Projekte vor. Daneben sollen Impulse aus der Industrie diskutiert werden. „Dieser Input ist für uns sehr wichtig, weil daraus interessante neue Forschungs- und Entwicklungsansätze entstehen können“, berichtet Tackenberg. Hat beispielsweise ein Schuhhersteller ein konkretes Problem in der Fertigung, für das eine neue Maschinen entwickelt werden müsste, dann könnte das ein Ansatz sein, bei dem das PFI aktiv wird.
Personelle Verstärkung
Das PFI will sein Team sukzessive ausbauen. Die Suche nach einer neuen Geschäftsführerin bzw. einem neuen Geschäftsführer läuft. Zudem will das Institut in verschiedenen Bereichen ausbilden und sucht junge Menschen, die sich unter anderem für Berufe wie Elektriker/in, Bürokaufmann/frau und Schuhfertiger/in interessieren. „Wir waren hier lange Zeit eher zurückhaltend“, resümiert der PFI Vorsitzende. Das habe sich nun geändert: Das Institut wolle mit gutem Beispiel vorangehen und junge Menschen an sich binden. Dafür will Michael Tackenberg moderne Ausbildungsplätze und gute Rahmenbedingungen bieten. „Wenn wir wollen, dass sich jüngere Generationen für unsere Branche interessieren, müssen wir attraktive Arbeitgeber sein.“
Mehr Marketing
Offensiv will Tackenberg für das Institut die Werbetrommel rühren. „Wir waren zu zurückhaltend in den letzten Jahren“, ist der 59-Jährige überzeugt. Aber das sei vorbei: „Wir müssen uns nicht verstecken, ganz im Gegenteil. Wir haben viel zu bieten. Jetzt gilt es, diese Informationen in die Branche zu tragen.“