Wie der „Spiegel“ zuerst berichtet hatte, sollen Kosmetik, Handtaschen und Damenwäsche das Angebot der Galeria-Standorte stärker auf weibliche Kunden ausrichten. Bis zu 100 Mio. Euro sollen in den kommenden Jahren in die Häuser fließen, um diese zu modernisieren.
Zudem wünschen sich die neuen Eigner Unterstützung durch die Länder und Kommunen, indem etwa jedes Haus künftig einmal pro Monat auch an einem Sonntag öffnen könnte. So könne Galeria als Publikumsmagnet für die Städte dienen.
Von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gibt es für das Ansinnen prompt eine Absage. Eine Gewerkschaftsvertreterin erklärte im Sender NTV, das Problem der Warenhäuser liege nicht in den Sonntagsöffnungen, sondern im unattraktiven Sortiment. Ohnehin ist die Entscheidung über Sonntagsöffnungen Ländersache. Der Handelsexperte Prof. Gerrit Heinemann erklärte gegenüber NTV zum Vorhaben der Sonntagsöffnungen: „Das wird nicht funktionieren.“
Zuletzt war bekannt geworden, dass 16 der aktuell 92 Galeria-Filialen schließen werden. Für die Häuser in Oldenburg, Mannheim und Berlin-Spandau gibt es nun eventuell eine Perspektive: Dort sollen die Vermieter Gesprächsbereitschaft signalisiert haben.
Die Übernahme durch das Konsortium aus der US-amerikanischen Investmentgesellschaft NRDC und der Beteiligungsfirma BB Kapital SA des Mannheimer Unternehmer Bernd Beetz kommt zustande, wenn die Gläubiger den Insolvenzplan am 28. Mai annehmen und dieser dann vom Gericht bestätigt wird.