Am Freitag, den 8. August, meldete die Gewerkschaft IGBCE, dass Adidas im Arbeitgeberverband in eine Mitgliedschaft ohne Tarifbindung gewechselt sei. Auf schuhkurier-Anfrage bestätigt ein Adidas-Sprecher den Vorgang und erklärte ihn in einem Statement:
„Unsere Mitarbeitenden sind die besten der Branche. Damit das so bleibt, müssen wir in der Lage sein, Gehälter auch außerhalb einer Tarifstruktur anzubieten und allen Beschäftigten, tariflich und außertariflich, attraktive Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen. Eine Forderung nach mehr Entgeltgruppen und damit einer deutlichen Ausweitung der Tarifbindung auf außertarifliche Mitarbeitergruppen würde uns allerdings diese Flexibilität nehmen. Sie ist es aber, die uns in einem wettbewerbsintensiven Umfeld regelmäßig zu einem der beliebtesten Arbeitgeber weltweit macht und es uns so erlaubt, die besten Talente für uns zu gewinnen. Diese Forderung, sowie eine Prämie für Gewerkschaftsmitglieder und damit eine Ungleichbehandlung unserer Mitarbeitenden, ist für uns deshalb, auch im Sinne aller Adidas-Beschäftigten, nicht verhandelbar und hat diesen Schritt notwendig gemacht. Etwaige Lohnerhöhungen, die in der anstehenden Tarifrunde vereinbart werden, würden dann für die rund 4.600 bei Adidas in Deutschland tariflich Beschäftigten natürlich trotzdem gelten.“