Decathlon Deutschland hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Bruttowarenumsatz (GMV) auf 1,273 Mrd. Euro gesteigert – ein Plus von 8,8 % gegenüber dem Vorjahr. Damit gewinnt das Unternehmen in einem herausfordernden Marktumfeld deutlich an Dynamik (2024: +2,1 %). Parallel dazu blieb die Profitabilität stabil: Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 28,1 Mio. Euro.
Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt die Expansion. Bis Ende 2025 will Decathlon 105 Standorte erreichen, für 2026 sind rund 25 weitere Filialen geplant. Insgesamt investierte das Unternehmen 67 Mio. Euro, davon 58 Mio. Euro in die Standortentwicklung und 18 Neueröffnungen. „Unser Ergebnis reflektiert unsere konsequente Entscheidung, gezielt in unseren Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung unserer Organisation zu investieren. Diese Investitionsstrategie ermöglicht es uns, unsere finanzielle Stabilität gezielt für antizyklisches Wachstum zu nutzen. Mit einem Investitionsvolumen von rund 67 Mio. Euro im Jahr 2025 haben wir die Grundlage geschaffen, um unser strategisches Ziel von 150 Stores bis Ende 2027 strukturiert umzusetzen“, sagt Luca Guanella, CFO von Decathlon Deutschland.
Auch das Servicegeschäft gewinnt laut dem Unternehmen weiter an Bedeutung für den stationären Handel. Mit mehr als 152.000 Reparaturen (+20 %) verzeichnete Decathlon nach eigenen Angaben ein Rekordjahr. Ergänzend wächst das Buy-Back-Geschäft mit 14.000 zurückgekauften Produkten (+30 %). Die Integration von aufbereiteten E-Bikes durch die Mehrheitsübernahme von Rebike unterstreiche den Fokus auf Kreislaufmodelle.
Im Sortiment zeigen sich vor allem Mobility (+13 %) und Running (+23 %) als Wachstumssäulen. Während im Radsport insbesondere E-Bikes und Partnerschaften mit Bikeleasing-Anbietern für Impulse sorgen, profitiert das Running-Segment nach Einschätzung von Decathlon von Innovationen der Marke Kiprun sowie einer stärkeren Präsenz in der Community. Andere Bereiche wie Outdoor (+5,9 %), Fitness (+3,5 %) und Wassersport (+1,9 %) entwickeln sich stabil, während Teamsport leicht rückläufig sei (-4,3 %).
Parallel will Decathlon seinen Omnichannel-Ansatz weiter ausbauen. Der E-Commerce-Anteil liegt bei 26 %, wobei der Marktplatz rund ein Viertel des digitalen Geschäfts ausmacht. Filialen seien zunehmend mit digitalen Services verzahnt – etwa über App-Anbindungen, Terminals oder neue Bezahl- und Membership-Lösungen.
„Wir begreifen den Sporthandel nicht mehr als isolierte Verkaufsfläche, sondern als physischen Anknüpfungspunkt in einem vernetzten Ökosystem. Der Store wird zum Ort, an dem wir den Lebenszyklus unserer Produkte durch Reparaturen und Second-Use-Angebote aktiv verlängern, während digitale Schnittstellen ein nahtloses Einkaufserlebnis garantieren. Ob die Filiale mitten im Stadtzentrum, der hocheffiziente Service-Store im Berliner Hauptbahnhof oder unser neues Flagship in Oberhausen – wir brechen alte Strukturen auf, um dort präsent zu sein, wo unsere Kundinnen und Kunden ihren Sport vom Einsteiger bis zum Profi leben“, erklärt Arnaud Sauret, CEO von Decathlon Deutschland.
Für 2026 plant Decathlon im deutschen Jubiläumsjahr (40 Jahre) die nächste Expansionswelle sowie weitere Investitionen in Höhe von 26 Mio. Euro. Langfristig soll das Filialnetz auf über 150 Standorte wachsen.