Insgesamt verbuchte das Essener Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 5,3 Mrd. Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 3,1%, flächenbereinigt bei 1%. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 172,3 Mio. Paar Schuhe verkauft. „2015 war für uns wie für die gesamte Branche herausfordernd“, so Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE. „Insbesondere der Winter, der im vergangenen Jahr in weiten Teilen Deutschlands ausgefallen ist, hat der Branche zu schaffen gemacht.“ In Deutschland wuchs die Deichmann-Gruppe um 4,3%. „Trotz der schwierigen Marktlage war 2015 für uns ein gutes Jahr. Wir sind mit unserem Mutterunternehmen Deichmann, ergänzt durch die verschiedenen Konzepte, und durch unsere Omnichannel-Ausrichtung am Puls der Zeit. Wir sehen uns gut gerüstet für zukünftige Herausforderungen, die auf uns und die Branche zukommen“, so Deichmann. Die Gruppe betrieb zum Jahresende 3.710 Filialen und beschäftigte rund 37.300 Mitarbeiter.
„Erfreulicher Gewinn“
„Der europäische Schuhmarkt ist im Umbruch. In diesen Zeiten ist es wichtig, ein klares, starkes Profil zu haben. Und das ist bei unserem Deichmann-Konzept eine hohe Modekompetenz mit attraktiven eigenen Marken in guter Qualität zum günstigen Preis“, so Deichmann weiter. „Vor dem Hintergrund der Konsolidierung des Schuhhandels sind unsere guten Ergebnisse nicht selbstverständlich.“ Der Unternehmensgewinn habe sich ebenfalls erfreulich entwickelt. „Wir können weiterhin unser Wachstum ohne externe Geldgeber realisieren und bleiben damit unternehmerisch unabhängig“, betont Deichmann. „Für uns ist das eine wichtige Grundlage unseres Handelns.“
Rund 170 neue Stores geplant
In Deutschland betrieb die Gruppe im vergangenen Jahr 1.391 Filialen (davon gehörten u.a. 59 zu Roland und 38 zu MyShoes). Das sind 62 mehr als im Vorjahr. 74,5 Mio. Paar Schuhe wurden verkauft, ein leichtes Minus in Höhe von 1%. Gleichzeitig legte jedoch der Umsatz auf 2,1 Mrd. Euro zu.
Insgesamt plant Deichmann 2016 weltweit rund 168 Filialen neu zu eröffnen. Außerdem sollen 144 Geschäfte modernisiert werden. In Deutschland sind in der Unternehmensgruppe 72 neue Filialen in der Planung, wobei 25 im Zuge von Standortoptimierungen geschlossen werden. Für 99 Läden stehen Modernisierungen an. Im laufenden Jahr plant die Unternehmensgruppe Investitionen in Höhe von rund 233 Mio. Euro. Davon entfallen rund 103 Mio. Euro auf Deutschland. Es handelt sich vor allem um die Modernisierung und Erweiterung des Filialnetzes sowie um Investitionen in Logistik und IT.