Die Investitionen der Händler in Energieeffizienzmaßnahmen sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Das geht aus der neuen EHI-Studie “Energie-Monitor 2016” hervor. Vor allem die umsatzstarken Filialisten haben deutlich mehr und langfristiger investiert. Gesunken sind die Energiekosten in 2015, wenn auch deutlich weniger als im Vorjahr. Sie liegen pro Jahr und Quadratmeter Verkaufsfläche im Bereich Nonfood bei 31,52 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit eine Kostensenkung von knapp 2 Prozent. Für die kommenden beiden Jahre rechnen die Händler sogar wieder mit einem leichten Anstieg der Kosten aufgrund der zukünftig weiter steigenden staatlichen Abgaben und Netznutzungsentgelte. Das Potenzial, diese durch Energieeinsparungen zu kompensieren, sinkt.
Effiziente Technik und Transparenz als Kostensenker
Die Kostensenkung von im Schnitt 2 Prozent (Vorjahr: 6 Prozent) ist vor allem auf deutliche Energieeinsparungen von 5,8 Prozent im Nonfood-Handel zurückzuführen. Besonders ausschlaggebend für diese Entwicklung sind nach wie vor die Umstellung konventioneller Beleuchtungssysteme auf LED-Technik, der Einsatz energieeffizienterer Kältetechnik, sowie eine optimierte Gebäudetechnik, welche insbesondere die Regelung von Klima-, Lüftungs- und Heizungsanlagen beinhaltet.
Datenbasis
An der Studie "Energiemanagement im Einzelhandel 2016" haben sich 49 marktführende Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Das entspricht über 28.000 Handelsfilialen bzw. etwa 43 Mio. Quadratmeter Verkaufsfläche. Dem Nonfood-Bereich sind dabei 48 Prozent der Befragten zuzurechnen.