Vor 14 Jahren hatte Mirjam Pautz die Idee, einen eigenen Laden zu eröffnen. Als gelernte Schneiderin und Bekleidungstechnikerin war sie ohnehin modeaffin und ihre beiden Kinder irgendwann aus dem Gröbsten heraus. Sie hatte Lust, etwas Neues auszuprobieren. Und so realisierte Pautz die Idee, ein kleines, feines Sortiment an Kinderschuhen im Düsseldorfer Stadtteil Flingern anzubieten. Ihr Ladenlokal befindet sich schräg gegenüber von einer Schule – die Kundschaft kommt also fast von allein ins Geschäft. Und längst nicht mehr nur, um Kinderschuhe zu kaufen. Auch die Mütter finden eine Auswahl an individuellen Schuhen, unter anderem von Blundstone, Cole Bounce und Saucony. Das habe sich einfach ergeben, berichtet die 53-jährige Händlerin. „Immer häufiger haben mich die Mütter gefragt, ob es dieses oder jenes Modell vielleicht auch in einer Erwachsenengröße gibt. Dem habe ich dann Rechnung getragen.“ Heute sieht sie sich nicht mehr als reine Kinderschuhhändlerin. Denn seit drei Saisons gehört auch Damenmode zum Angebot: Röcke, Hosen und kuschelige Lammfellwesten. Accessoires wie Socken, Tücher, Taschen und Handyketten runden das Sortiment ab.
Mit ihrem Angebot bedient Mirjam Pautz eine große Stammkundschaft aus dem Viertel und der Stadt – und nicht selten kommen Eltern auch von weither mit ihren Kindern, um bei Liger Lalo zu stöbern. Viel passiert dabei über Mund-zu-Mund-Propaganda. Eine Kundin habe ihr einmal gesagt: „Bei dir suche ich nicht, bei dir finde ich“, berichtet Pautz. Und genau so will sie als Händlerin wahrgenommen werden. Sie will Marken und Schuhe anbieten, die man nicht überall findet: Dianetti, Zecchino d‘Oro, Viking und andere gehören dazu. Bewusst hat sie im übrigen von Anfang an auf Großkinderschuhe gesetzt. „Wenn man Lauflernschuhe anbietet, ist der Laden für größere Kinder meist nicht mehr so spannend“, ist die Händlerin überzeugt. Dass sie mit ihrem Sortiment mit den großen Sportmarken konkurriert, ist ihr bewusst. „Ich weiß, dass viele Kinder ab einem bestimmten Alter lieber Adidas oder Nike tragen“, sagt sie. „Aber es gibt auch Kinder, die eben auch andere Modelle wie Chelsea Boots mögen.