Was ist das? Man braucht dafür Kraft und Agilität, und wenn’s gut läuft, macht es glücklich. Doch ohne Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Ausdauer und Disziplin kommt man nicht weit, und schlechtes Wetter darf einen nicht unterkriegen. Na, schon eine Idee? Nein, der Schuhfachhandel ist nicht gemeint – auch wenn vieles auch darauf zutrifft. Des Rätsels Lösung: der Marathonlauf. Vielleicht ist es kein Zufall, wenn ein leidenschaftlicher Schuhhändler auch passionierter Marathonläufer ist – wie Christopher Sjut. Als sportlich aktiver 16-Jähriger hat der heutige Inhaber der Schuhhäuser Sjut „einfach angefangen zu laufen“. Die Strecken wurden länger, beim ersten Wettkampf, einem 10-km-Volkslauf, kam er als Zehnter ins Ziel. „Ich habe dann auch Ehrgeiz entwickelt, Fachliteratur gelesen“, sagt der heute 37-Jährige. 2007 folgte der erste Halbmarathon, 2010 der Marathon. Inzwischen lief er die 42,5 km bei Stadtmarathons u. a. in Hamburg, Berlin, Wien und Valencia. Bestzeit: 2:40 Stunden. Beim letzten Berlin-Marathon wurde er 670. von 48.134 Finishern aus aller Welt. Chapeau, Herr Sjut! Erfolg bekommt man nicht geschenkt, weder im Schuhhandel noch beim Marathon. Daher läuft Sjut mindestens 100 km pro Woche, schwimmt und geht ins Fitnessstudio – und „wenn ich mal zwei, drei Tage nicht trainieren kann, dann fehlt mir was“, sagt er. Ein bestimmtes Laufschuhmodell? „Nein, da bin ich experimentierfreudig.“ Nur eines ist nicht verhandelbar: Die fünf bis sechs Paar pro Jahr kauft er „immer im stationären Laufschuhfachhandel – da lasse ich mich gern beraten“