In den ersten fünf Monaten des Jahres stiegen die Umsätze der deutschen Schuhhersteller laut Verband relativ deutlich um 6,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Gesamtumsatz liegt in diesen fünf Monaten bei 1,25 Mrd. Euro.
Auch bei den Ausfuhren gibt es laut Verband positive Entwicklungen. Wertmäßig legte der Export um 25% zu und betrug 2,79 Mrd. Euro. Einhergehend mit den guten Zahlen bleibt auch das Niveau der Beschäftigtenzahlen hoch: Derzeit werden von der deutschen Schuhindustrie 14.791 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. Diese Zahl halte sich bereits seit fünf Jahren, berichtet der HDS/L-Vorsitzende Carl-August Seibel. Allerdings spüre die Branche auch einen zunehmenden Fachkräftemangel.
Der Verband blickt trotz der guten Zahlen nicht mit ungetrübtem Blick in die Zukunft. So seien die derzeitigen Ergebnisse vom anhaltenden Sportschuh- und Sneaker-Hype getragen, dies dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, “dass sich die gesamte Mode- und Schuhbranche im Umbruch befindet”, so Carl-August Seibel. HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert ergänzt: “Nicht alle Hersteller profitieren gleichermaßen von diesem Hype.” Auf Handelsseite sei zudem zu beobachten, “dass es den vertikalen Ketten des Bekleidungshandels immer besser gelingt, mit aktuellen Schuhsortimenten die modisch orientierte Trendkundschaft zu erreichen.”
Die Zahl der Schuhhersteller in Deutschland wird aktuell mit 80 beziffert. In der amtlichen Statistik werden derzeit 36 Unternehmen aufgeführt – vier weniger als im letzten Jahr. Hier handelt es sich um Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten.