Im August 2025 sank der GfK-Konsumklimaindex in Deutschland auf -21,7. Im Vormonat lag er noch bei -20,3. Damit unterschritt er den Konsens von -19,2, den niedrigsten Stand seit April. Die Kaufbereitschaft gab bereits den zweiten Monat in Folge nach (-9,2 nach -6,2). Die Konjunkturerwartungen fielen deutlich auf 10,1 (zuvor 20,1). Gleichzeitig verbesserten sich die Einkommenserwartungen den fünften Monat in Folge auf 15,2, gestützt durch Tarifabschlüsse und nachlassende Inflation.
Nach fünf Anstiegen in Folge verzeichnete der Einkommensindikator im August einen kräftigen Dämpfer: –11,1 Punkte auf 4,1 – der niedrigste Stand seit März 2025 (damals -3,1). Als Gründe nennt der Bericht zunehmende Sorgen um den Arbeitsplatz sowie anhaltende Unsicherheit über die künftige Inflation. Die geopolitische Lage und die Zollpolitik der US-Regierung schüren Befürchtungen, unter anderem bei Energiepreisen, und die Inflationserwartungen der Verbraucher stiegen im August den zweiten Monat in Folge.
Die Anschaffungsneigung blieb schwach und gab um 0,9 Punkte auf -10,1 nach – den schlechtesten Wert seit Februar 2025 (-11,1). Anhaltende Verunsicherung führt insbesondere bei größeren Käufen zu Zurückhaltung.
Auch die Konjunkturerwartungen trübten sich das zweite Mal in Folge deutlich ein: –7,4 Punkte auf 2,7, den niedrigsten Wert seit einem halben Jahr (im Februar lagen sie bei 1,2). Steigende Arbeitslosigkeit, ein in Teilen holpriger Start der neuen Bundesregierung sowie die unsichere US-Zollpolitik belasten die konjunkturelle Stimmung.
Dagegen ging die Sparneigung nur marginal zurück (-0,6 Punkte auf 15,8) und hatte damit in diesem Monat nur geringen Einfluss auf den Verlauf des Konsumklimas.
Für September 2025 erwartet der Konsumklima-Indikator einen weiteren Rückgang um 1,9 Punkte auf -23,6 Zähler, ausgehend vom revidierten Vormonatswert von -21,7. Maßgeblich für die Abwärtsbewegung ist die deutlich verschlechterte Einkommenserwartung.
„Mit dem dritten Rückgang in Folge befindet sich das Konsumklima nun definitiv in der Sommerflaute“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM).