Innerhalb der einzelnen Indikatoren zeigt sich allerdings ein uneinheitliches Bild. Die Anschaffungsneigung legte im Juli um 3,5 Punkte auf minus 9,9 Punkte zu. Auch die Konjunkturerwartungen verbesserten sich um 2,4 Punkte auf minus 6,3 Punkte. Beide Werte bleiben jedoch im negativen Bereich und signalisieren weiterhin eine zurückhaltende Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung und der eigenen Konsummöglichkeiten.
Deutlich schwächer entwickelten sich dagegen die Einkommenserwartungen. Der Indikator sank um 2,3 Punkte auf minus 14,5 Punkte. Gleichzeitig stieg die Sparneigung um 3,1 Punkte auf 17 Punkte. Nach Angaben des NIM liegt dieser Wert deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Viele Verbraucher halten es demnach angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit weiterhin für sinnvoll, finanzielle Rücklagen zu bilden.
Auch die Preiserwartungen nahmen leicht zu. Das Institut führt dies unter anderem auf die gestiegenen Kraftstoffpreise nach dem Auslaufen der vorübergehenden Energiesteuersenkung Ende Juni zurück.
Für den Einzelhandel bleibt das Konsumumfeld damit herausfordernd. Zwar deutet die etwas höhere Anschaffungsneigung auf eine leichte Belebung hin. Die schwachen Einkommensaussichten und die ausgeprägte Sparbereitschaft dürften eine nachhaltige Erholung des privaten Konsums jedoch vorerst begrenzen.