Görtz war sicherlich ein wichtiger Kunde für Crockett & Jones, und wir waren traurig, dass die Zusammenarbeit endete. Wir waren zwar nicht in allen Filialen vertreten, aber einige wenige haben sich sehr gut entwickelt und einen starken Kundenstamm aufgebaut. Glücklicherweise hatten wir einen gewissen Einblick in die erfolgreichsten Geschäfte und konnten dank unseres deutschen Vertreters einige neue Kunden finden, die wir weiterhin bedienen können. Das braucht allerdings Zeit und das Geschäft kann nicht von heute auf morgen ersetzt werden.
Wie arbeiten Sie mit Einzelhändlern zusammen? Haben Sie Bedingungen und Anforderungen? Arbeiten Sie auch mit Modehäusern zusammen?
Wir arbeiten lieber mit unabhängigen Einzelhändlern zusammen als mit großen Modehäusern und/oder Kaufhäusern, obwohl das keine Einschränkung ist. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, aber wir stellen fest, dass unsere Kunden in der Regel lieber auf diese Weise einkaufen. Unabhängige Händler bieten ein sehr hohes Maß an Kundenservice und verfügen über ein größeres Fachwissen und eine bessere Mitarbeiterbindung, was für den Verkauf von rahmengenähten Schuhen von großer Bedeutung ist. Unser deutscher Vertreter repräsentiert uns auf dem Markt, was für den Erfolg sehr wichtig ist – man muss jemanden vor Ort haben, da jeder Markt so unterschiedlich ist. Seine Beziehungen zu den Einzelhändlern geben uns den nötigen direkten Einblick. Als Familienunternehmen stellen wir keine strengen Bedingungen und Anforderungen, denn unser Schwerpunkt liegt auf dem gemeinsamen Wachstum mit einem Einzelhändler. Es ist eher ein partnerschaftlicher Ansatz, aber natürlich gibt es bisweilen die allgemein üblichen Gespräche, die wir führen müssen, damit die Marke und und das Service-Niveau in allen Bereichen möglichst einheitlich sind.