Die zweite Säule des Konzepts ist das Thema Content. Die Agentur habe sich in der Zusammenarbeit mit Gerli intensiv die Frage gestellt, wie man es schaffen könnte, von Händlern und Einkäufern anders wahrgenommen zu werden. Dafür können Marken über eine Cloud umfangreiches Bild- und Marketingmaterial bereitstellen, vom einzelnen Produktbild bis zum Kampagnenmotiv im benötigten Format für die Homepage eines Händlers oder dessen Social Media-Account. Auch hier können bestimmte Motive von Dress and Friends für Händler individuell freigegeben werden. So hat es Dockers etwa im Vorfeld der Micam gehandhabt: In einer Mailing-Kampagne wurden Einkäufer und Händler an den Dockers-Stand eingeladen – mitgeschickt wurde der Link mit den Keypieces der kommenden Saison.
Auch möglich ist bei entsprechendem Ordervolumen die Erstellung individueller Werbemotive, zugeschnitten auf die konkreten Bedürfnisse eines einzelnen Kunden.
Bei den Produktbildern setzen die Verantwortlichen auf Innovation: Ein Teil der neuen Kollektion, etwa 50 Artikel, ist in Form von 3D-Modellen abgebildet. „Der große Vorteil ist, dass wir in diesen Fällen nicht nur fünf Artikelbilder haben – wir haben unendlich viele“, so Römer. Aus jeder Perspektive könne ein Bild gerendert und einem Webshop zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus bekommt ein Händler, der über die Plattform ordert, die Möglichkeit, den Content, auch den 3D-Content, automatisch in seinen Webshop zu integrieren – ohne aufwändiges Hoch- und Herunterladen. Für alle Artikel gibt es zudem umfangreiche Informationen wie Artikelbeschreibungen in verschiedenen Sprachen.
Als dritten Punkt bietet die neue B2B-Plattform Ordermanagement und Kommunikation. „Wir glauben, dass in der Kommunikation zwischen allen Stakeholdern – Marke, Vertreter und Einkäufer – sehr viel Potenzial liegen bleibt“, ist Römer überzeugt. Das beginne bei der Frage, welche Artikel die Marke pushen will. Das zweite Thema sei der Dialog über Vertreterinnen und Vertreter in Richtung großer Abnehmer. Auch Themen wie Lieferstatus, Stornierungen oder bestimmte Aktionen können schnell und einfach über die B2B-Plattform kommuniziert werden. Die Idee ist laut Römer, dass ein Handelsvertreter, ebenso wie eine Marke, über die Plattform seine Kunden bedienen und mehr Umsatz generieren kann. Das digitale Angebot kann als Vertriebswerkzeug genutzt werden, kurbelt den Verkauf an und erleichtert den Austausch mit dem Handel.