„Wir haben in der ersten Jahreshälfte ein gemischtes Handelsergebnis erzielt“, erklärt Kenny Wilson, Chief Executive Officer der Marke Dr. Martens. Diese Beobachtung spiegelt sich auch in den Ergebnissen des ersten Halbjahres 2023/2024 wider: Der Umsatz sank um 5% bzw. währungsbereinigt um 3%, was laut dem Unternehmen vor allem einem schrumpfenden Wholesale-Geschäft zu verschulden ist. Während man auf der einen Seite das Volumen in der Region EMEA verringerte, fiel in China ein Distributor weg. Das Wholesale-Geschäft in den USA konnte mit seinen Ergebnissen ebenfalls kaum überzeugen.
„In den USA, wo ein zunehmend schwieriges Konsumumfeld herrscht sind unsere Ergebnisse schwieriger geworden, vor allem durch die Schwäche im Großhandel“, erklärt Wilson weiter. „Wir haben das Führungsteam in Amerika gestärkt und Maßnahmen ergriffen, darunter die Neuausrichtung des Marketings und die Verbesserung unserer E-Commerce Fähigkeiten. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es angesichts des schwierigen Umfelds länger dauern wird, bis sich die Ergebnisse in den USA verbessern, als ursprünglich erwartet.“
Des Weiteren sank die Bruttomarge um 1%, sowie das EBITDA um 13% auf 89,77 Mio. Euro. Noch steiler fiel der Gewinn vor Steuern: hier sank das Ergebnis um 55% auf knapp 30 Mio. Euro. Dies spiegle die EBITDA-Performance zusammen mit höheren Abschreibungen sowie Tilgungsvorgängen aufgrund von anhaltenden Investitionen in den Bereichen IT, Vertriebszentren und neuen Verkaufsstellen wider.
Auf der positiveren Seite blickt Dr. Martens auf 25 neue Store-Eröffnungen zurück. Außerdem wird aktuell eine Omnichannel-Strategie in den Vereinigten Königreichen getestet, dessen Rollout im europäischen Markt 2024 beginnen soll.
Auch arbeite man nach wie vor an der Umstrukturierung des Unternehmens: „Wir haben gute Fortschritte bei unseren strategischen Prioritäten gemacht. Wir investieren weiterhin in unser Unternehmen und unsere Mitarbeiter, um ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu erzielen. Im Berichtszeitraum konzentrierten wir uns darauf, die kontrollierbaren Faktoren zu kontrollieren: Wir haben erhebliche Einsparungen in der Lieferkette erzielt, unser nordamerikanisches Vertriebsnetz erfolgreich umgestaltet, 25 neue Geschäfte eröffnet und einen Dr. Martens UK-Reparaturservice eingeführt. Die DOCS-Strategie der Markenkontrolle und die Priorisierung profitablerer Verkäufe über unsere eigenen Läden und Websites hat sich weiterhin bewährt“, so Wilson weiter.
Das DTC-Geschäft stieg dabei währungsbereinigt um 11 % und machte die Hälfte des Konzernumsatzes aus.