Nach sechs Jahren als Chief Executive Officer der Footwear-Marke mit der kultigen gelben Naht tritt Kenny Wilson aus seiner geschäftsführenden Rolle zurück. Bis zum Ende des Jahres möchte Wilson die Verantwortung an seinen Nachfolger Ije Nwokorie übergeben, der ihn bis dahin begleiten soll. Nwokorie ist aktuell als Chief Brand Officer bei Dr. Martens tätig und behält die Position nach der Übernahme der neuen Rolle bei, bis auch hier ein Nachfolger gefunden ist. Nwokories Fokus liegt in der Zeit auf der Marke und dem Ziel, die Nachfragen voranzutreiben.
„Ich bin begeistert, dass ich der nächste CEO von Dr. Martens sein werde“, so Nwokorie. „Wir haben eine phänomenale Marke, eine hervorragende Produktpalette und eine leidenschaftliche Kultur. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kenny in diesem Übergangsjahr.“ Kenny Wilson sagt: „Dr. Martens ist eine unglaubliche Marke, die von unseren fantastischen Mitarbeitern getragen wird. Nach sechs Jahren in dieser Funktion habe ich das Gefühl, dass es an der Zeit ist, die Leitung dieses Jahr abzugeben, und ich freue mich, dass Ije mein Nachfolger sein wird. Ich habe die Zusammenarbeit mit Ije in den letzten Monaten sowohl als Vorstandsmitglied als auch im Führungsteam sehr genossen und konnte mich aus erster Hand von seinem Wissen über die Marke und seiner Leidenschaft überzeugen. Ich freue mich auf eine enge Zusammenarbeit mit ihm im kommenden Jahr.”
Fallende Aktienkurse und Streit mit Temu
Die Ankündigung des Führungswechsels kommt in einer für Dr. Martens holprigen Phase. Während auf der einen Seite der Aktienkurs die Investoren enttäuscht und diese nun einen Kurswechsel vom Unternehmen fordern, verklagt die Marke auf der anderen Seite den chinesischen Onlinemarktplatz Temu wegen Markenrechtsverletzung an. Das berichtete zuletzt die britische Tageszeitung Times. Dabei soll Temu für eigene Stiefel mit Tags wie „Dr. Martens“ in den Werbeanzeigen gearbeitet haben, was zu einer Verdrängung in den Google-Suchmaschinenlisten geführt habe. Die Verwendung der Schlüsselwörter solle dem Marktplatz untersagt werden, das Verfahren wurde vom Obersten Gerichtshof Großbritanniens eingeleitet.