Die Ergebnisse der Studie „E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2014“ haben auch gezeigt, dass die Onlinehändler der beiden Alpenländer dem Wunsch ihrer Kunden nach Interaktion nachkommen und immer stärker in sozialen Netzwerken vertreten sind.
Mobile immer wichtiger
50% der Onlineshops in Österreich bieten nach den Ergebnissen der E-Commerce-Studie eine für mobile Geräte optimierte Webseite oder App mit integrierter Shop-Funktion an. Das entspricht einer Steigerung von rund 45% zum Vorjahr (34,4%). Dabei sollen die Händler verstärkt auf die optimierten Webseiten und weniger auf Apps setzen, da deren Entwicklung aufwändig sei und für verschiedene Geräte (iPhone, Android, Tablet) individuell angepasst werden müsse. So verfügen in diesem Jahr insgesamt 42,8% im Vergleich zu 26,8% im Vorjahr der 250 umsatzstärksten Onlinehändler über eine mobil optimierte Webseite. Eine App bieten nur 27,6% an, womit sie nur knapp über dem Vorjahresniveau von 24,8% liegen.
Die Schweiz liegt bei den mobilen Aktivitäten knapp hinter Österreich. Hier bieten laut Studie 48,4% der Onlineshops eine für Smartphones bzw. Tablets optimierte Webseite oder App mit integrierter Shop-Funktion an. Auch das sei eine deutliche Steigerung zum Vorjahr, in dem 38% die mobilen Services zur Verfügung stellten. Auch in der Schweiz investieren 38,8% im Vergleich zu 26,8% im Vorjahr der Onlinehändler lieber in die Optimierung von mobilen Webseiten. Apps hingegen konnten sich keiner steigenden Beliebtheit erfreuen. Hier stagniert die Zahl der Anbieter seit dem Vorjahr bei 28,4%.
Facebook am wichtigsten
Wie die Studienergebnisse von EHI und Statist zeigen, wird Facebook weiterhin als relevantestes soziales Kommunikationsmittel eingestuft und von 88,8% der Shops in Österreich (Vorjahr 85,6%) und 84,0% (Vorjahr 79,2%) der Shops in der Schweiz genutzt. Deutlich mehr Unternehmen als in den letzten Jahren präsentieren sich zusätzlich bei weiteren Kanälen: 69,2% (Vorjahr 58,4%) der österreichischen Onlineshops verfügen über einen Twitter-Account, in der Schweiz sind es 67,6% (Vorjahr 61,2%). 70,0% (Vorjahr 58,8%) der Shops in Österreich und 66,0% (Vorjahr 50,0%) in der Schweiz nutzen einen eigenen Kanal bei YouTube. Am stärksten gewachsen ist die Präsenz der Shop-Betreiber bei Google+, in Österreich mit 79,2% (Vorjahr 53,6%) und in der Schweiz mit 71,6% (Vorjahr 41,6%).
Wie relevant die jeweiligen sozialen Netzwerke sind, hat sich unter anderem an der Anzahl der Personen gezeigt, denen eine Seite gefällt bzw. die dieser folgen. So haben insgesamt 62% der österreichischen Shops, die Facebook nutzen, mehr als 10.000 „Likes“, 18% sogar zwischen 100.000 und 499.000 und 10% dieser Shops mehr als 500.000. Bei den anderen Kanälen liegt hier die höchste Grenze bei knapp über 5.000 (15% der österreichischen Onlineshops erreichen diese Follower bei Twitter) bzw. bei knapp über 1.000 (YouTube, von 22% erreicht und Google+, von 14% erreicht).
In der Schweiz liegt Facebook laut Studie ebenfalls weit vorn: Immerhin 44% der Onlineshops haben mehr als 10.000 „Likes“, 5% sogar zwischen 100.000 und 499.000 und 10% mehr als 500.000. Bei den anderen Kanälen liegt auch hier die höchste Grenze bei knapp über 5.000 (12% erreichen diese Follower bei Twitter) bzw. bei knapp über 1.000 (YouTube, von 15% erreicht und Google+, von 16% erreicht).