2,1 Mrd. Euro wurden in 2014 in Österreich von den Top-250-Onlineshops mit physischen Waren im Internet umgesetzt. In der Schweiz wurden 4,9 Mrd. Euro erwirtschaftet. Damit ist das Wachstum der Top-250-Onlineshops bei unseren Nachbarn mit jeweils über 11% – Österreich 11,6% und Schweiz 11,4% – etwas höher ausgefallen als in Deutschland (9%).
In Österreich machen die Top 10 mit 46,3% schon fast die Hälfte des Umsatzes der Top 250 aus.
Dynamische Alpenländer
Jeweils 44 neue Onlineshops konnten sich im Ranking platzieren, wobei die vordersten Ränge laut Studie fest belegt sind. Aber in der Schweiz ist innerhalb der Top 150 jeder zehnte ein Newcomer. In Österreich finden sich 12 Neueinsteiger unter diesen. Die vorderen Ränge sind von Generalisten belegt, die in Österreich fast die Hälfte (46,6%) und in der Schweiz fast ein Drittel (31,5%) des Umsatzes generieren. Die größten Player sind in Österreich Amazon.at (477,1 Mio. Euro), gefolgt von Universal.at (112,4 Mio. Euro) und Zalando.at. (95 Mio. Euro). Spitzenreiter sind in der Schweiz Digitec.ch mit 424,2 Mio. Euro Umsatz. Darauf folgen Amazon.de mit 288,5 Mio. Euro und Nespresso.com/ch mit einem E-Commerce-Umsatz von 287,9 Mio. Euro.
Mehr Services
Die Studie von Statista und EHI hat auch gezeigt, dass manche Trends sich insbesondere dadurch untermauern lassen, dass sie in beiden Ländern auffallen. Hierzu gehören unter anderem eine verstärkte Verbreitung mobil verfügbarer Onlineshops und ein erhöhtes Angebot an Click & Collect, bei dem Kunden online getätigte Bestellungen im stationären Store abholen können. Bereits jeweils rund ein Viertel bietet diesen Service an, was für Österreich eine Verdopplung und für die Schweiz eine dreifache Erhöhung bedeutet. Die größte Verbreitung haben aber nach wie vor die Österreichische Post (42,0%) und die Schweizerische Post (63,6%).