Die strategische Partnerschaft konzentriert sich auf Smart Replenishment. Die Lösung verbindet Verkaufsdaten aus dem Handel mit den Lagerbeständen der Marken und ermittelt mithilfe KI-basierter Prognosen optimale Sollbestände. Ziel ist es laut den Unternehmen, die Warenverfügbarkeit zu erhöhen, Nachorderprozesse effizienter zu gestalten und zugleich Überbestände und damit verbundene Kapitalbindung zu reduzieren.
Für Händler soll das System insbesondere die Steuerung von Never-Out-of-Stock-(NOS)-Sortimenten vereinfachen. Darüber hinaus erhalten sie automatische Empfehlungen für saisonale Artikel, die beim jeweiligen Lieferanten noch verfügbar sind und auf Basis der bisherigen Verkaufsdaten Absatzpotenzial versprechen.
Das ECC übernimmt dabei die Datenübertragung zwischen Handel und Fashion Cloud. Für Händler soll dadurch kein zusätzlicher technischer Aufwand entstehen. „Der Händler braucht nichts zu tun, keine Anbindung einrichten lassen oder technische Aufrüstung betreiben“, sagt Stefan Nicolai vom ECC. Unabhängig vom eingesetzten Warenwirtschaftssystem werde ein einheitlicher Datensatz bereitgestellt. Das erhöhe insbesondere die Geschwindigkeit der Nachorderprozesse.
Stefan Nicolai sieht Smart Replenishment als nächsten Entwicklungsschritt der bestehenden Elvis-Initiative des ECC. Kernzielgruppe seien zunächst „filialisierte Unternehmen und Händler, die bereits heute Elvis aktiv nutzen“. Für Unternehmen ohne Erfahrung mit automatisierter Nachorder sei der direkte Einstieg dagegen weniger geeignet. „Wer noch nie Nachorder gemacht hat, sollte besser erst einmal nicht mit Smart Replenishment einsteigen.“
Auf Lieferantenseite richtet sich das Angebot laut Nicolai grundsätzlich an Unternehmen, die ihre Nachorder stärken wollen. Marken erhalten über Reportings Einblicke in die Performance ihrer Handelspartner. Die Daten sollen damit auch als Grundlage für die gemeinsame Sortimentssteuerung und künftige Ordergespräche dienen.
„Smart Replenisment bedeutet: ein hohes Maß an Verbindlichkeit und Vertrauen. Man braucht gute Daten und hat eine hohe Automatisierung. Man muss sich sehr stark auf das System verlassen“, betont Nicolai. Fashion Cloud bezeichnet er in diesem Zusammenhang als „verlässlichen Partner mit hoher Kompetenz“.
René Schnellen von Fashion Cloud sieht die Kooperation als wichtigen Beitrag für mehr Effizienz: „Mit seinem starken Netzwerk im Schuh- und Sporthandel ist das ECC der ideale Partner, um Smart Replenishment flächendeckend in die Branche zu bringen. Mit der Elvis-Initiative hat das ECC bereits den Grundstein für eine engere digitale Zusammenarbeit zwischen Industrie und Handel im Bereich Replenishment gelegt. Gemeinsam gehen wir nun den nächsten Schritt: weg von reaktiver Warensteuerung hin zu einer intelligenten, datengetriebenen Bestandsoptimierung, von der Händler und Marken gleichermaßen profitieren.“
Erste Unternehmen nutzen die gemeinsame Initiative bereits. Dazu gehören laut ECC und Fashion Cloud Tamaris und Gabor. Interessierte Händler und Marken können sich ab sofort an das ECC oder Fashion Cloud wenden, um mehr über Smart Replenishment und die Teilnahme an der Initiative zu erfahren.