Eccos Konzept für soziales Bewusstsein gegenüber Mitarbeitern ist im ’Code of Conduct‘ des Unternehmens zusammengefasst. Der Code of Conduct beinhaltet Verpflichtungen, die sich Ecco selbst auferlegt hat und die für alle Mitarbeiter gelten, wie zum Beispiel die allgemeine Religions- und Glaubensfreiheit und die Ablehnung jeglicher Form von Diskriminierung am Arbeitsplatz. Da alle Fertigungsprozesse unter dem eigenen Dach geführt werden, könne dafür gesorgt werden, dass diese ethischen Grundsätze während der gesamten Produktion gewährleistet sind, erklärt das Unternehmen.
Umweltschutz ist ein weiterer Aspekt, der gefördert wird. Ecco-Fabriken haben eigene Wasserreinigungssysteme. Alles, was recycelt werden kann, wird recycelt, und in den Ecco-Stores sorgt ein neues Licht-System dafür, dass 35% des Stromverbrauchs eingespart werden.
Die Form des Schuhs muss sich der Form des Fußes anpassen. Diese Philosophie prägt seit 50 Jahren den skandinavischen Schuhhersteller. 1963 war dies die Grundidee, mit der Firmengründer Karl Toosbuy im dänischen Bredebro anfing, Schuhe herzustellen. Der Fuß steht an erster Stelle – ein Gedanke, der, so simpel wie er ist, dennoch die Schuhbranche revolutioniert hat. Komfort, Qualität und innovatives Design sind seitdem die Markenzeichen des Unternehmens, das sich zu einem in seiner Struktur einzigartigen internationalen Schuhhersteller entwickelt hat. “Als einziger großer Schuhhersteller ist Ecco Eigner der gesamten Wertschöpfungskette und Vorreiter in speziellen Produktionsverfahren wie der direkten Sohlenanspritzung”, so Matthias Reichwald, General Manager Ecco für den Raum DACH.
Mit der direkten Sohlenanspritzung – einem Verfahren, das das dänische Unternehmen in der Schuhbranche etabliert hat – sowie hohen Qualitäts- und Komfortstandards hat sich die Marke schon in jungen Jahren einen Namen gemacht. Und auch heute sollen der Mut zur Entwicklung und Anwendung neuer Technologien und der hohe Qualitätsanspruch Garanten dafür sein, dass das Unternehmen den positiven Kurs der letzten Jahrzehnte beibehält. Laut Reichwald sind Endverbraucher in ihren Kaufentscheidungen bewusster geworden. Qualitativ hochwertige Produkte, die den Dänen zufolge durch das Innehaben des gesamten Wertschöpfungsprozesses gewährleistet werden können, seien daher ein wichtiger Faktor für den Erfolg geworden.
Ein weiterer Bestandteil der Unternehmensphilosophie ist der Umgang mit den Mitarbeitern: Bei dem Schuhhersteller soll jeder Beschäftigte, unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und Geschlecht, gleich behandelt werden, so dass Händler und Kunde sich keine Sorgen über ethisch-moralische Fragen machen müssen, wenn sie ein Ecco-Produkt ordern bzw. kaufen.
Was bringt die Zukunft?
In den Jahren 2011 und 2012 konnten Rekordgewinne verzeichnet werden. Um auch in Zukunft gute Ergebnisse erzielen zu können, setzt das Unternehmen auf eine Mischung aus Innovation und bewährten Methoden. “Wir glauben, dass dem Verkauf im Internet in Zukunft eine nicht zu verachtende Bedeutung zukommen wird. Nichtsdestotrotz setzen wir weiterhin sehr stark auf die direkte Bindung zwischen Schuhhaus und Endverbraucher und den damit verbundenen Service”, so Matthias Reichwald. Je mehr Sichtbarkeit die Marke habe, desto mehr positive Endverbraucher-Erfahrungen werde es geben, ergänzt er. Der ‘Ecco Footprint’ im Markt werde auch zukünftig ein Zusammenspiel aus Retailflächen, klassischen Wholesaleflächen und dem Onlinehandel sein. So gut die letzten Jahre für Ecco waren, so schwer hatten es zuweilen die Händler. Diese sollen durch POS-Pakete, Sell-in-Tools für eine optimale Präsentation der Produkte auf der Verkaufsfläche, eine nationale TV-Kampagne, Anzeigen und Prospekte in Magazinen sowie viele weitere Aktionen beim Rausverkauf der Schuhe unterstützt werden. Des Weiteren soll im April eine B-to-B Orderplattform gelauncht werden. Dieser laut Ecco übersichtlich aufgebaute Webshop soll Händlern sämtliche Informationen auf einen Blick bieten und sie bei Auswahl und Nachorder der richtigen Produkte unterstützen.
Umweltschutz
Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen ebenfalls traditionell auf der Ecco-Agenda. Auch hier möchte der Schuhhersteller Manager Matthias Reichwald zufolge alle Prozesse permanent optimieren und diese innovativen Strukturen in allen Ebenen manifestieren. In allen Bereichen der Produktion werden im Unternehmen die gleichen Richtlinien für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit angewandt. Zulieferer müssen sich mit dem ‘Ecco-Verhaltenskodex’ einverstanden erklären, bevor sie mit dem Schuhhersteller einen Vertrag abschließen. Außerdem gilt das Prinzip ‘reduzieren, wiederbenutzen, reparieren und recyceln’: Alle Mitarbeiter sind demnach zur bewussten Reduzierung von Abfall angehalten. Darüber hinaus wird kontinuierlich nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. “Wir ergänzen unsere eigenen Bemühungen mit externen Spezialisten, die unabhängige Prüfungen durchführen und unser System bewerten”, erläutert Reichwald das Thema Umweltschutz. Eine Philosophie, die auch bei den Händlern, die mit der Marke arbeiten, gut ankommt: “Was wir schätzen: Das Unternehmen setzt auf Umweltfreundlichkeit, gute Verarbeitung und gute Materialien”, stellt Erich Lang vom Schuhe Lang in Merzig die Vorzüge von Ecco heraus. Damit werden dem Handel sinnvolle Argumente an die Hand gegeben. Und auch beim Thema Schadstoffe im Schuh gibt es bei der Produktion klare Regeln: “Mit der ‘Ecco List of Restricted Chemical Substances’ stellen wir fest, welche Schadstoffe in unseren Produkten nicht erwünscht sind”, erklärt Matthias Reichwald. Auch der Einhalt dieser Richtlinien werde regelmäßig geprüft.