Können Schuhe Kunst sein? Edmundo Castillo glaubt daran. “Mein Ziel ist es, wunderschöne und hochwertige Schuhe zu entwerfen, die Frauen nicht nur tragen, sondern auch sammeln wollen”, sagt er. Im Jahr 1999 hat der Designer, der im pulsierenden New York City zuhause ist, sein eigenes Label gegründet. Preisgekrönt und mehrfach ausgezeichnet, pendelt er seitdem zwischen New York City und Italien.
Sinnlich und sophisticated seien seine Entwürfe, urteilte der Council of Fashion Designers of America zwei Jahre später und zeichnete Edmundo Castillo als den besten Nachwuchsdesigner aus. Ein steiler Aufstieg.
Schuhe sollen schmücken
Im Jahr 2004 wurde er jedoch zum Creative Director der italienischen Marke Sergio Rossi berufen und legte sein eigenes Projekt vorerst auf Eis. Bis 2011 – seitdem setzt der gebürtige Puerto Ricaner das gekonnte Spiel mit Farben, Formen und Materialien in seiner eigenen Linie fort. Dabei gibt es nur eine Einschränkung: Es werden ausschließlich die besten Leder verarbeitet.
“Die Schönheit eines Schuhs liegt darin, wie er am Fuß seiner Trägerin zum Leben erweckt wird und ihn schmückt und nicht nur verdeckt. Schuhe sind wie Make-up für die Füße. Ich konzentriere mich darauf, sehr feminine Modelle zu designen. Dabei orientiere ich mich an klassischen Formen, denen ich einen modernen ‘Twist’ gebe”, verrät der Designer. Sein Credo: “Design sollte sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen – sondern mit der Zukunft.”
Neben seinem eigenen Label betreibt Edmundo Castillo noch das Herrenschuh-Label Casbia und ist als Creative Director für die Kollektionen der italienischen Marke Via Spiga verantwortlich. Ein echtes Multitalent.
In Europa gehört das Label noch zu den Geheimtipps. Die Betonung liegt auf dem ‘noch’: Im vergangenen Herbst feierte Edmundo Castillo Premiere im erlesenen Sortiment der Boutique Coccodrillo in Antwerpen. In Italien setzt Luisaviaroma aus Florenz auf den Newcomer. Weitere werden folgen – mit Sicherheit.