Das zeigt sich auch in den Geschäften mit Selbstbediener-Kassen. Obwohl Barzahlungssysteme an SB-Kassen für Händler teuer und aufwändig sind, setzt der Handel sie – dem Kundenwunsch entsprechend – vielfach ein.
Fast alle Nutzer von SCO-Systemen (92%) gehen an SB-Kassen, um die unproduktiven Wartezeiten der herkömmlichen Kassen zu vermeiden. Besonders mit kleinen Warenkörben nutzen Kunden gern SB-Kassen, denn mit der Anzahl an Artikeln sinkt auch die Bereitschaft zu warten. Gerade die kleinen Geldbeträge werden aber bevorzugt bar gezahlt. Bei Beträgen bis 20 Euro steigt der Anteil der Barzahler von durchschnittlichen 80% auf über 95%. Bei Beträgen bis 5 Euro liegt er nahezu bei 100%.
Hohe Investition
Die meisten Händler akzeptieren laut der EHI-Umfrage den Kundenwunsch und schaffen SB-Kassen mit Barzahlung-Modulen an, obwohl es hohe Kosten und aufwändige Instandhaltung bedeutet. Die sogenannten Cash-Systeme erhöhen die Anschaffungsinvestition von SB-Kassen um rund ein Drittel. Hinzu kommt eine deutlich höhere Wartungsintensität als bei Kartenzahl-Modulen, weil Cash-Systeme störanfälliger sind.
Nutzerzahlen
Im Vergleich zu vielen anderen Nationen haben die Deutschen eine deutliche Präferenz für Barzahlung. Denn obwohl es in Deutschland bislang nur eine übersichtliche Zahl von Geschäften mit sogenannten SB-Kassen gibt, ist der Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung schon sehr hoch. Bereits 52% der Bundesbürger kennen diese Form der Selbstbedienung und immerhin 20% der Befragten nutzen SB-Kassen. Das entspricht bereits heute rund 14 Mio. Nutzern, davon sind rund die Hälfte (7 Mio.) sogar häufige SB-Kassen-Nutzer.