Wie die aktuelle EHI-Studie im Detail zeigt, wollen die Händler vor allem die Digitalisierung der Stores voranbringen. In engem Zusammenhang damit stehen die Erneuerung bzw. Optimierung bestehender Warenwirtschaftssysteme und die Erneuerung der Kassenhard- und Software. Zudem gehören für die Verantwortlichen CRM und Analytics zu den wichtigen Projekten in der Handels-IT.
Steigende IT-Budgets
Im Vergleich zu den Vorjahren sind die IT-Budgets der befragten Händler weiter gestiegen. So liegt das durchschnittliche IT-Budget in 2017 über alle Branchen hinweg bei 1,35% vom Nettoumsatz. 2015 lag der Wert noch bei 1,24%. Mehr als die Hälfte (57%) der befragten Unternehmen prognostiziert für die kommenden Jahre, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Nur 5% rechnen zukünftig mit sinkenden Budgets.
Digitalisierung des Stores
Für mehr als die Hälfte (54%) der befragten IT-Verantwortlichen haben solche Projekte oberste Priorität, die in engem Zusammenhang mit der Umsetzung von Omnichannel-Strategien des Handelsunternehmens stehen. Im Vordergrund steht dabei vor allem die Digitalisierung des Ladengeschäfts. Dementsprechend findet sich auch bei 57% der Händler die Optimierung bzw. Erneuerung der Warenwirtschaft und bei 46% der Kassenhard- und/oder Software weit oben auf der Investitionsagenda. Aktuell implementierte Lösungen, die oftmals eine durchgängige Omnichannel-Strategie nicht in erforderlichem Maße unterstützen würden, machen diese Investitionen erforderlich.
Persönliche Kundenansprache
Im Kontext der zunehmend personalisierten Kundenansprache, die von vielen Händlern angestrebt wird, und der besseren Analyse von Kundendaten, sind die geplanten Investitionen in schnellere CRM-Lösungen und Analytics stark gestiegen. So zählen 38% der Befragten (2015: 25%) Investitionen in CRM zu den wichtigsten IT-Projekten der nächsten zwei Jahre, bei Analytics liegt der Anteil sogar bei 41%.
Cloud-Dienste im Kommen
Vor dem Hintergrund gesteigerter Anforderungen in puncto Geschwindigkeit und Flexibilität der IT-Systeme und einer Minderung der Komplexität der Systemlandschaft gewinnt der Einsatz cloudbasierter Anwendungen im Handel zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Händler sehen einen Vorteil darin, nicht jede IT-Anwendung im eigenen Unternehmen zu betreuen, weiterzuentwickeln und zu hosten. So sind Cloud-Dienste für 16% der IT-Verantwortlichen schon heute von großer Bedeutung. Einen deutlichen Anstieg der Bedeutung von cloudbasierten Anwendungen im Einzelhandel sieht ein gutes Drittel (39%) der Befragten.