Der Handel blickt entspannt in die Zukunft. Den Auswirkungen auf die Ladengeschäfte durch den wachsenden E-Commerce-Anteil sieht er gelassen entgegen. Dies sind weitere Ergebnisse der EHI-Studie ’Der Store im Omnichannel-Zeitalter‘, dessen Ergebnisse am 16. September den rund 220 Teilnehmern der EHI Retail Design Konferenz in Düsseldorf präsentiert wurden.
Die Studieninhalte im Überblick
Der E-Commerce hat in Deutschland einen Marktanteil von rund 10%, weiteres Wachstum wird erwartet. Das beflügelt zu teils düsteren Prognosen für den stationären Handel. Dieser scheint aber von Panik ob der zu erwartenden Marktentwicklungen weit entfernt. Zwar werde Dank ’digitaler Regalverlängerung‘ das Angebot für die Kunden insgesamt größer, am PoS verändere es sich aber nicht, meinen die Händler mehrheitlich. Auch für die Verkaufsflächen insgesamt sehen zwei Drittel keine Größenveränderung. An eine erhöhte Anzahl von Flagship-Stores glaubt nur rund ein Viertel. Ein Drittel rechnet bei Neueröffnungen mit einer erhöhten Anzahl an Showrooms und Pop-Up-Stores als Auswirkung des E-Commerce.
Ladenbau zwischen on- und offline
Allerdings hält die große Mehrheit der befragten Händler von gut 71% stärkere Investitionen für nötig. 44,4% rechnen mit Mehrausgaben zwischen 5 und 10%. Ein gutes Viertel geht von einer Erhöhung der Kosten von über 10% aus. Neben der fortgesetzten Bereitschaft, ins Trading-up seiner Läden zu investieren, liegen auch Energieeffizienzprojekte unverändert vorne bei den Investitionen im Handel. Sofern digitale Elemente und Omnichannel-Services bereits als Investitionsschwerpunkte definiert werden, sind dies bisher in erster Linie technische Anforderungen, die an die Planungsabteilung herangetragen und von dieser umgesetzt werden (z.B. Einbau von Monitoren).
Die vollständigen Ergebnisse erscheinen als White Paper Ende Oktober 2015. In das White-Paper gehen auch die Ergebnisse der Befragung der 87 Geschäftsführer ein.