86% der befragten Händler mussten laut Studienergebnissen im Jahr 2013 gestiegene Energiekosten hinnehmen. Dabei betrug der Kostenanteil bei 83% der Studienteilnehmer bis zu 10%, bei 17% der Händler waren es sogar bis zu 25%. Verantwortlich dafür seien aus Sicht der befragten Händler die hohen staatlichen Abgaben, allen voran die EEGUmlage, die etwa 50% der Energiekosten ausmachen.
Die Höhe der Energiekosten sei abhängig von der Branche. Im Food-Handel fallen knapp 63 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche pro Jahr für Energie an, wobei die Kühlung mit 41% der größte Energieverbraucher sei, gefolgt von Beleuchtung und Klimatisierung mit 27 bzw. 14%. Im Nonfood-Handel müssen laut Studie im Schnitt gut 36 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche für Energie aufgebracht werden. Den größten Anteil mit 53% verursachen die Kosten für Beleuchtung, gefolgt von 22% für die Klimatisierung.
Hohe Investitionsbereitschaft
Im Vergleich zu 2010 sei die Bereitschaft in energieeffiziente Anlagen zu investieren in fast allen Bereichen gestiegen. So wollen z.B. bei der Beleuchtung 86% der Händler weitere Mittel aufwenden, 8 Prozentpunkte mehr als noch 2010. Die Bedeutung der Kältetechnik im Lebensmittelhandel zeige sich auch an der großen Investitionsbereitschaft, die seit 2010 ungebrochen bei 80% liegt.
Effiziente Beleuchtung
Investitionen in effiziente Lichtlösungen haben sowohl im Nonfood- als auch im Food-Handel höchste Priorität, z.B. durch den Einsatz von energiesparenden LED-Leuchten. Ihr Anteil an der gesamten Beleuchtung liegt laut EHI-Studie im Durchschnitt bei 56% im Lebensmittelhandel und bei 24% im Nonfood-Handel. Als größtes Hemmnis für einen Einsatz der LED gilt immer noch der Preis: Die Hälfte der befragten Unternehmen betrachtet ihn noch als zu hoch, um einen großflächigen LED-Einsatz ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Als weitere Hemmnisse werden die unzureichende Lichtqualität, Farbwiedergabe sowie das Thermomanagement gesehen.
Effiziente Kühlung
Bei den befragten Lebensmittelhändlern steht auch die Energieoptimierung im Bereich Kältetechnik im Fokus, da dieser Bereich hier mit 41% den größten Energieverbraucher darstellt. Der Einsatz von geschlossenen Kühlstrecken (Decken, Türen, Nachtrollos etc.) bei der Minus-Kühlung und von Systemen zur Wärmerückgewinnung, also zur Nutzung der Abwärme aus der Kälteproduktion zur Heizung oder Warmwasseraufbereitung, sei bei allen befragten Unternehmen unterdessen Standard. Der Anteil von energiesparenden Glasabdeckungen bei Tiefkühlmöbeln liegt entsprechend der Studie bei 96%, bei der Normalkühlung sind es nur 43%. Eine immer größere Bedeutung gewinnt der Einsatz von LED-Leuchten in Kühlmöbeln. Die LED-Leuchte ist bei den in Kühlmöbeln vorherrschenden Temperaturen konventionellen Leuchtmitteln überlegen, da sie weniger Wärme abgibt und so den Kältebedarf reduziert.
An der Studie “Energiemanagement im Einzelhandel 2013” haben sich 64 marktführende Handelsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt. Dem Nonfood-Bereich sind dabei 69% der Befragten, dem Food-Bereich 31% zuzurechnen.
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