43% der befragten Händler erwarten im zweiten Halbjahr 2017 steigende Umsätze. Das ist laut den Studienergebnissen des Kölner EHI-Retail-Institutes etwas weniger als noch im Frühjahr dieses Jahres (49%). Allerdings ist der Anteil der Vertriebslinien, die mit stabilen Umsätzen rechnen, von 41% auf 49 Prozent gestiegen. Mit Umsatzrückgängen rechnen nur noch acht Prozent der befragten Händler, ähnlich wie am Anfang des Jahres, als der Anteil noch bei 10 Prozent lag.
Handel zeigt sich expansionsbereit
68% der befragten Studienteilnehmer möchte Ende 2017 über mehr Standorte verfügen und ihr Filialnetz stetig ausbauen. Damit ist der Anteil der expansionsbereiten Händler im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 (56%) sichtbar gestiegen. Der Anteil der Händler, die zukünftig mit weniger Läden auskommen möchten, liegt nur noch bei 11%, das sind 6 Prozentpunkte weniger als im Frühjahr dieses Jahres.
Handel schreckt vor Wagnisstandorten zurück
Bei der Standortwahl nehmen die Expansionsmanager nach Angaben des Forschungs- und Beratungsinstituts eine kritische Haltung ein: Rund drei Viertel der Befragten geben an, ihre Standorte heute intensiver zu analysieren als früher, um Risiken zu vermeiden. 40% achten auch verstärkt auf Synergien mit benachbarten Händlern, damit sie den Kunden einen möglichst attraktiven Standort bieten. Da die meisten Händler (85%) auf Mietobjekte setzen, ist auch die Interaktion mit dem Vermieter Teil der Standortpolitik. Ein Drittel der befragten Expansionsmanager setzt hier auf eine stärkere Kooperation, z.B. bei Renovierungsfragen.